![]() |
· über gaehnchen.de
· · Tourenliste · Gipfelliste · Hüttenliste · · Links · Gästebuch · Sitemap · |
Großer Krottenkopf, Mädelegabel und Heilbronner WegAllgäuer Alpen, 14-16.08.2000Tag 1 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Die genauen Zeiten habe ich mittlerweile nicht mehr so im Kopf, aber nach dem Einkauf der Marschverpflegung für die nächsten Tage (wie immer im V-Markt in Immenstadt ;-) fuhren wir gegen Mittag zum Parkplatz an der vor-vorletzten Haltestelle der Buslinie ins Stillachtal (Richtung Skiflugschanze, keine Ahnung wie die heißt, dürfte aber auf jeder Karte zu finden sein). Von hier aus ging es nun aber ins Trettachtal. Man kann entweder links oder rechts der Trettach laufen, beide Wege führen nach Spielmannsau. |
|
![]() Spielmannsau im Trettachtal |
In weniger als einer Stunde waren wir dann in Spielmannsau (983m) und wir gönnten uns erst einmal ein leckeres Eis. Heute hatten wir noch richtig Glück mit dem Wetter und die Sonne drückte so zur Mittagszeit natürlich ziemlich stark. Die 800 Höhenmeter zur Kemptner Hütte würden wohl recht schweißtreibend werden... |
|
Allerdings hat man auch hinter Spielmannsau noch etwas Schonfrist und geht zunächst auf ebenen Pfaden quer durch ein paar Wiesen im ständig enger werdenden Tal. Immer im Blick vorraus: die Trettach Spitze (2595m), das Matterhorn des Allgäus. Nach kurzer Zeit beginnt jedoch der (noch sehr seichte) Anstieg, der bis zur Versorgungslift-Talstation der Kemptner Hütte führt. An diesem geht es rechts vorbei hinein in den Schatten spendenden Wald. Man läuft nun schon am rechts abfallenden "Hang". Ab und zu passiert man ein paar lichtere und sehr lawinengefährdete Stellen und langsam aber sicher kommen auch einige Felsen im Boden hinzu. |
![]() Nach Spielmannsau, im Hintergund die Trettach Spitze |
|
Nach einiger Zeit vernahmen wir ein Rauschen: der Trettach-Bach. Dieser muß in diesem "Teilstück" des Weges, bevor es dann steiler wird, noch gequerrt werden. Dazu gibt es eine Art Brücke: eine Kombination aus Holz und Metall, welche aber nur auf einer Seite ein Geländer zum Festhalten hat. Und dies ist für normale große Menschen auch noch recht tief. Nunja, wie dem auch sei, runterfallen sollte man nicht. ;-) |
|
![]() Aufstieg zur kleinen Kapelle am Weg |
Von nun an bis zur kleinen Kapelle einige Höhenmeter weiter wurde es anstrengender und vor allem steiler. Das "Klima" scheint in diesem Bereich irgendwie recht eigen zu sein. Anscheinend durch die vielen Pflanzen lag die Luftfeuchtigkeit recht hoch?! Dasselbe Phänomen hatte ich auf diesem Weg schonmals erlebt, allerdings recht früh am Morgen im Abstieg nach einem ziemlichen "Wettersturz" über Nacht - es hatte geschneit auf der Höhe der Kemptner Hütte. Der Weg ist an einigen Sellen relativ schmal und glitschig, entsprechend sollte man Obacht geben. |
|
Die kleine Kapelle kann man recht schnell verpassen, denn der kurze Pfad zu ihr biegt nämlich genau dann linker Hand ab, wenn man die Augen eigentlich nach vorn zum auftauchenden Muttler Kopf richtet, da es kurz wieder etwas flacher voran geht. Sie lädt natürlich zu einer kurzen Rast ein und man hat einen prima Blick auf den kommenden Weg im Sperrbachtobel. Weiter ging es mit einem zunächst ebenerem bzw. abwärts gehenden Stück bis zu einer weiteren "Brücke". Diese ist nun gänzlich aus Holz und hat gar keine Geländer, ist allerdings auch nicht weiter wild. Solange kein Schnee liegt ist der Weg durch Markierungen nicht zu übersehen, ansonsten sollte man vielleicht einfach auf das Tal zuhalten und versuchen links zu bleiben. |
![]() Rast an der Kapelle, im Hintergrund der Muttler Kopf |
![]() Viel Schnee am oberen Sperrbachtobel, im Hintergrund wieder der Muttler Kopf |
Im recht engen Sperrbachtobel hat es am Tag nur wenig Sonne, aufgrund dessen hat man hier bis weit in den Sommer hinein Schnee. Im Frühsommer kann man so oftmals noch auf dem Schnee recht schnell und gut vorwärts kommen, besonders im Abstieg. Jetzt allerdings wäre dies wegen Einbruchgefahr (da fließt ein Fluß drunter lang!) nicht empfehlenswert. Somit mußten wir uns mehrmals durch solche "Überwächtungen" quetschen. |
|
Hier mal ein Beispiel in wie weit das mit dem Schnee ausarten kann. ;-) Das Problem hierbei liegt halt daran, dass man natürlich oben möglichst wenig "abbrechen" möchte (wer weiß schon, was da dann alles noch hinterher kommt), der Boden hingegen vom Tauwasser und von dem, welches links den Hang hinunter tröpfelt, total schlammig ist und ein hindurch robben dementsprechend nicht unbedingt toll ist. Weiterhin besteht die Gefahr in dieser gebücktem Haltung mit dem schweren Rucksack hinten drauf auszurutschen und gerade nach rechts zum Abhang in wäre dies mit Sicherheit auch nicht besonders witzig. |
![]() Kein Scherz, da unten ging es tatsächlich durch! |
![]() Sperrbachtobel, Blick zurück |
Weiter oben gab sich das mit Schnee allmählich und wir
marschierten immer schön "an der Wand lang". Der Weg ist hier nur
mäßig steil und man konnte das relativ gemütlich angehen.
Allerdings war es natürlich immer noch ziemlich warm und Micha
hatte ja auch schon zwei Tage beim
|
|
Linker Hand passierten wir zwei oder drei solcher Passagen. Das Wasser
war sehr erfrischend und obwohl wir nicht genau wußten von wo
es oben nun genau entspringt tranken wir auch ein wenig davon. Aber
selbst wenn etwas drin gewesen sein sollte (wir waren schließlich
erst auf ca. 1600-1700m Höhe), all die ganzen Corny-Riegel sorgten schon
dafür, dass nichts schlimmes passierte. ;-) |
![]() Wasserüberronnende Hänge im Sperrbachtobel |
![]() Unterhalb der Kemptner Hütte, im Hintergrund der Kratzer |
Gegen vielleicht 15:30/16:00 Uhr erreichten wir quasi den Ausgang des
Sperrbachtobels und der Blick auf die
|
|
Die
|
![]() Muttler Kopf von der Kemptner Hütte aus gesehen |
|
Es war bisher noch nicht sooo spät und irgendwie wollte ich noch etwas
machen. Micha war dem zwar nicht angeneigt, allerdings aufgrund der schon
beschriebenen Aktivitäten die Tage zuvor etwas ausgepumpter als ich.
Aber wir brachen nochmal (nun natürlich mit leichteren Rucksäcken)
auf, und zwar Richtung des Muttler Kopfes. Der Aufstieg ab der Kemptner
Hütte beträgt nur ca. 1 Stunde und sollte den Tag abschliessen.
Nach vielleicht 15 Minuten verließ Micha dann allerdings doch die
Lust und beschloß etwas abseits des Weges ein bissel abzuchillen und
zu warten bis ich wieder unten bin... |
|
![]() Auf dem Weg zum Muttler Kopf, kurz oberhalb des Oberen Mädele Jochs |
In ein paar weiteren Kehren stieg ich somit alleine zum Oberen
Mädele Joch auf bis schließlich der Blick gen Süden
und Osten frei wird. Überwältigend! Vor allem in Richtung unseres
Zieles für den nächsten Tag: der Große Krottenkopf... ich
muß gestehen, daß ich in dieser Position nicht genau wußte
welcher Gipfel er denn nun tatsächlich ist, aber diese Schotterhänge
waren einfach nur heftig! |
|
Gemächlich geht es weiter aufwärts bis man im oberen Teil nach ein paar Kehren über die SO-Flanke mit einmal auf dem Gipfel des Muttler Kopfes (2366m) steht. Außer mir befand sich noch ein Wanderer hier, er schoß auch freundlicherweise das "Gipelfoto". ;) Im Hintergrund kann man die Öfnerspitze (2576m, links) und die Hornbachspitze (2533m, rechts) erkennen (für die Info's über die Gipfel an dieser Stelle nochmals Dank an Michael Dressler!). |
![]() Meinereiner auf dem Gipfel des Muttler Kopfes |
![]() Vom Gipfel aus Blick Richtung Mädelegabelgruppe |
In Richtung Südwesten schaut es aber nun besser aus! Im
Vordergrund recht wuchtig der Kratzer. Dahinter in Bildmitte die
Mädelegabelgruppe mit der markanten Trettach Spitze, der
Mädelegabel und der Hochfrott Spitze (von rechts nach links).
In der rechten unteren Bildhälfte kann man zwei kurze längliche
"Punkte" erkennen (zumindest im großen Bild). Das ist die
Kemptner Hütte. |
|
Micha hatte es sich die Zeit auch schön bequem gemacht. Wie immer
kommen die Höhenverhältnisse und die Größe auf den Fotos
natürlich nie so rüber wie in der Wirklichkeit. Zwischen Micha
und dem Gipfel des Kratzters (2427m) lagen hier auf dem Bild
ca. 500 Höhenmeter... für OttoNormalMenschen auf normalen
Wegen in der Regel etwa mehr als eine Stunde also.
|
![]() Micha wartet vor dem Kratzer |
|
|
|
|
|
|
|
|
|