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Besler (1680m)

Allgäuer Alpen, 25.09.2000

Vorgeschichte

Meine Eltern haben im September 2000 eine Woche Urlaub im Allgäu, genauer gesagt in Ofterschwang, verlebt. Während dieser Zeit besuchten wir zusammen auch einen schönen Dia-Abend, bei welchem ein älterer Herr seine Heimat vorstellte. Mittendrin zwischen Einödsbach im Winter und dem Heilbronner Weg war dann mit einmal vom Besler die Rede. Als kleiner schöner Aussichtsberg wurde er beschrieben, einfach zu besteigen und unweit Obermaiselstein gelegen... Irgendwie einigten meine Eltern und ich uns dann an diesem Tag den Besler zu besteigen.

Überblick

  • Ausgangpunkt: ~500m vom Riedbergpaß in Richtung Balderschwang (Straße)
  • Schönberg Alpe (1345m)
  • Aufstieg von der Nordseite her über den Kessel bis zur Scharte
  • einfacher Weg über Grashalde zum Gipfel (1680m, AVF 2524 u. 2551a)
  • Übergang zum Beslerkopf (1653m)
  • Abstieg nach Süden in Richtung Freyburger Alpe
  • zurück zum Parkplatz über Dinigörgen Alpe und Schönberg Alpe (westl. vom Besler)

Bericht

Ich weiß mittlerweile gar nicht mehr, wann wir eigentlich aufgebrochen sind, aber es wird nicht besonders früh gewesen sein. Mit dem Auto ging es zur Straße von Fischen Richtung Balderschwang, ca. 500m (laut AV-Füher ;) hinter dem Riedbergpaß parkten wir wie viele andere neben der Straße. Von hier aus geht es einen Fahrweg in südlicher Richtung etwas bergab bis zur Schönberg Alpe (1345m). Das "Besler-Massiv" kann man von hier aus schon sehen.

Erster Anstieg hinter der Schönberg Alpe Von der Schönberg Alpe verläuft der Weg zunächst weiter in südlicher Richtung mehr oder weniger auf das Massiv zu, bevor er dann schließlich ansteigt und langsam aber sicher nach links in östlicher Richtung abknickt. Auf dem Bild waren wir gerade hinter der Alpe und es geht die ersten Meter bergauf. Im Hintergrund sieht man noch den Weg, welchen wir auf dem Rückweg dann gekommen sind.

Weiterer Aufstieg Ab und zu gab es nun ein paar steilere Stellen und wir kamen natürlich unterschiedlich schnell voran. Wahrscheinlich aufgrund der nordseitigen Lage trockneten kleinere Pfützen von den Regenfällen in den letzten Tagen und Wochen nie ganz richtig und somit wurde es hier und da ein wenig rutschig. Etwa 200 Höhenmeter ziehen sich so fast die gesamte Nordseite vom Besler in östlicher Richtung entlang, immer schön unterhalb des Felsansatzes. Auf dem Bild waren wir halt wieder etwas höher. ;-)

Hinter dem Knick Fast am östlichen Ende knickt der Weg wieder Richtung Süden ab und man hat das erste mal "Kontakt mit etwas Fels" unter den Füßen, es wird wieder flacher. Nicht allzuweit entfernt geht der Weg dann rechter Hand hinauf zu einer Scharte (fast alles schon im Sichtbereich), von welcher wir uns dann links hielten - einen Kompass hatte ich da(mals) noch nicht mit. Oben an der Scharte standen dann schon wieder Bäume rum, die einen dann auch fast bis zum Gipfel begleiten. Das Bild ist etwas hinter dem Knick aufgenommen.

Gipfel Besler, im Hintergrund der Grünten Nach nicht ganz 15 Minuten kamen wir recht sacht zum Gipfel des Beslers (1680m). Der Gipfel ist eine Art Plateau mit vielen größeren Felsblöcken aber auch viel Gras zwischendurch. Wir hatten von hier aus ein recht schönen Blick vom Beginn des Illertales bis hin zum Allgäuer Hauptkamm, leider war es etwas diesig. Im Hintergrund des Bildes ragt noch der Grünten hervor.

Blick vom Besler Richtung Oberstdorf Hier gibt es den Blick in Richtung Oberstdorf zu sehen. Viele Berge waren schon in den Wolken eingehüllt. Auf der Vergrößerung sind ein paar Gipfel wieder mit Namen versehen (abermals vielen Dank dafür an Werner Epp!) Wenn man bedenkt, dass ein Teil der Berge von diesem Standort aus immer noch bis zu 1km höher sind...

Blick vom Beslerkopf zum Besler Nach der Brotzeit ging es dann wieder zurück zur Scharte und von dort aus weiter auf einer Art "Grat" in westlicher Richtung. Rechter Hand passierten wir wieder die Nordabstürze des Massives, diesmal aber oberhalb. Schon nach kurzer Zeit sahen wir das Gipfelkreuz des Beslerkopfes (1653m) und da mußte man nun natürlich auch noch rauf. ;-) Dies war aber nur ein sehr kleiner Abstecher (5 Minuten oder so), aber die Aussicht lohnte sich, wie auch auf dem Bild zu sehen. Hinter den Bäumen versteckte sich nämlich der Gipfel vom Besler und dahinter (nun noch mehr in Wolken verhangen) der Allgäuer Hauptkamm.

Meine Eltern, im Hintergund die Unteres Gottesackerwände Unweit vom Beslerkopf begann der Abstieg nach Süden hin in Richtung Freyburger Alp. Meine Eltern empfanden den Weg schon als recht steil und waren froh, dass wir den anderen Weg für den Anstieg gewählt hatten. Wir gelangten schließlich zu einer Fahrstraße, welche wir zunächst in westlicher Richtung bis zur Dinigörgen Alpe auch folgten. Von dort aus ging es dann wieder nördlich über Gras und in den Wald bergauf, bis wir schließlich über den oben schon genannten breiteren Weg wieder zur Schönberg Alpe gelangten. Von hier aus war es nicht mehr weit bis Riedbergpaß und zum Auto. Auf dem Bild sind meine Eltern gerade auf der Fahrstraße südlich des Beslers. Im Hintergrund die Unteren Gottesackerwände. Mein Vater ist schon etwas geschafft. ;-)

Fazit

Tjo. Ich möchte das ganze einfach mal aus meiner Sicht zusammenfassen. Es war schön mit meinen Eltern wandern gewesen zu sein! Der Besler ist wirklich ein netter Aussichtsberg und aufgrund des hohen Ausgangsniveaus des Ridbergpaßes eigentlich sehr schnell und einfach zu erreichen. Bei richtig gutem Wetter wird hier allerdings einiges los sein denke ich. :) Was ich mir mittlerweile sehr gut vorstellen könnte, wäre die Tour mal im Winter zu machen! Außerdem geht wohl von der südlichen (?) Seite aus auch ein kleiner Klettersteig (~35m) hoch bis zum Gipfel des Beslers.
Ich denke, dass es auch meinen Eltern sehr gut gefallen hat, allerdings schaute es bei ihnen mit der Kondition natürlich etwas anders aus als bei mir und für sie war es dementsprechend schon etwas anstrengend! Gerade der letzte Anstieg zurück war nicht so toll.

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