Bericht
Ich weiß mittlerweile gar nicht mehr, wann wir eigentlich aufgebrochen sind, aber
es wird nicht besonders früh gewesen sein. Mit dem Auto ging es zur Straße von
Fischen Richtung Balderschwang, ca. 500m (laut AV-Füher ;) hinter dem Riedbergpaß
parkten wir wie viele andere neben der Straße. Von hier aus geht es einen
Fahrweg in südlicher Richtung etwas bergab bis zur Schönberg Alpe (1345m).
Das "Besler-Massiv" kann man von hier aus schon sehen.
Von der Schönberg Alpe verläuft der Weg zunächst weiter in südlicher Richtung
mehr oder weniger auf das Massiv zu, bevor er dann schließlich ansteigt und langsam
aber sicher nach links in östlicher Richtung abknickt. Auf dem Bild
waren wir gerade hinter der Alpe und es geht die ersten Meter bergauf. Im Hintergrund
sieht man noch den Weg, welchen wir auf dem Rückweg dann gekommen sind.
Ab und zu gab es nun ein paar steilere Stellen und wir kamen natürlich unterschiedlich
schnell voran. Wahrscheinlich aufgrund der nordseitigen Lage trockneten kleinere
Pfützen von den Regenfällen in den letzten Tagen und Wochen nie ganz richtig und somit
wurde es hier und da ein wenig rutschig. Etwa 200 Höhenmeter ziehen sich so fast
die gesamte Nordseite vom Besler in östlicher Richtung entlang, immer schön
unterhalb des Felsansatzes. Auf dem Bild waren wir halt wieder etwas höher. ;-)
Fast am östlichen Ende knickt der Weg wieder Richtung Süden ab und man hat das erste
mal "Kontakt mit etwas Fels" unter den Füßen, es wird wieder flacher. Nicht allzuweit
entfernt geht der Weg dann rechter Hand hinauf zu einer Scharte (fast alles schon im
Sichtbereich), von welcher wir uns dann links hielten - einen Kompass hatte ich da(mals)
noch nicht mit. Oben an der Scharte standen dann schon wieder Bäume rum, die einen dann
auch fast bis zum Gipfel begleiten. Das Bild ist etwas hinter dem Knick aufgenommen.
Nach nicht ganz 15 Minuten kamen wir recht sacht zum Gipfel des Beslers
(1680m). Der Gipfel ist eine Art Plateau mit vielen größeren Felsblöcken aber
auch viel Gras zwischendurch. Wir hatten von hier aus ein recht schönen
Blick vom Beginn des Illertales bis hin zum Allgäuer Hauptkamm, leider war
es etwas diesig. Im Hintergrund des Bildes ragt noch der Grünten hervor.
Hier gibt es den Blick in Richtung Oberstdorf zu sehen. Viele Berge waren
schon in den Wolken eingehüllt. Auf der Vergrößerung sind ein paar Gipfel
wieder mit Namen versehen (abermals vielen Dank dafür an
Werner Epp!)
Wenn man bedenkt, dass ein Teil der Berge von diesem Standort aus immer noch
bis zu 1km höher sind...
Nach der Brotzeit ging es dann wieder zurück zur Scharte und von
dort aus weiter auf einer Art "Grat" in westlicher Richtung. Rechter Hand
passierten wir wieder die Nordabstürze des Massives, diesmal aber oberhalb.
Schon nach kurzer Zeit sahen wir das Gipfelkreuz des Beslerkopfes (1653m)
und da mußte man nun natürlich auch noch rauf. ;-) Dies war aber nur ein sehr
kleiner Abstecher (5 Minuten oder so), aber die Aussicht lohnte sich, wie
auch auf dem Bild zu sehen. Hinter den Bäumen versteckte sich nämlich der
Gipfel vom Besler und dahinter (nun noch mehr in Wolken verhangen) der
Allgäuer Hauptkamm.
Unweit vom Beslerkopf begann der Abstieg nach Süden hin in Richtung
Freyburger Alp. Meine Eltern empfanden den Weg schon als recht steil
und waren froh, dass wir den anderen Weg für den Anstieg gewählt hatten.
Wir gelangten schließlich zu einer Fahrstraße, welche wir zunächst in westlicher
Richtung bis zur Dinigörgen Alpe auch folgten. Von dort aus ging es dann
wieder nördlich über Gras und in den Wald bergauf, bis wir schließlich über
den oben schon genannten breiteren Weg wieder zur Schönberg Alpe gelangten.
Von hier aus war es nicht mehr weit bis Riedbergpaß und zum Auto.
Auf dem Bild sind meine Eltern gerade auf der Fahrstraße südlich des
Beslers. Im Hintergrund die Unteren Gottesackerwände. Mein Vater ist schon
etwas geschafft. ;-)
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