Bericht
Los ging es schön gemächlich vom Parkplatz beim Lift zur Ifenhütte. Bei bestem
Spätsommerwetter schlängelte sich der Weg ohne größere Steigungen etwa eine
Stunde durch Wald und Wiesen. Zwischendurch konnten wir immer wieder schöne
Blicke auf die Südwest-Seite des Hofen Ifen erhaschen (linkes Bild, von links
nach rechts: Christoph, Kumpel von Torsten, Torsten, Martin, Robert).
An der Jausenstation Melköde (1346m) befindet sich der Talstützpunkt der
Materialseilbahn der Schwarzwasser Hütte. Ab hier wird es dann allmählich etwas
steiler, allerdings alles "harmloser" Wanderweg. Die letzten Tagesausflügler
kamen uns entgegen und wir erreichten schließlich die
Schwarzwasserhütte
(1651m). Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel, der Blick zum Hohen Ifen ist einfach
traumhaft (mittleres Bild)!
Die Wirtsleute hatten aber anscheinend einen ziemlich schlechten Tag und
waren nicht besonders freundlich. So beschlossen wir nach der Vergabe der Lager
lieber unser mitgebrachtes Essen für das Abendbrot zu nutzen und stiegen noch
kurz in Richtung Ochsenhofer Köpfe auf. Von hier oben schmeckte es natürlich
doppelt so gut *g* und wir hatten schöne Rundblicke zum Großen Widderstein, hinunter
zur Hütte und zurück ins Kleinwalsertal in Richtung Oberstdorf (rechtes Bild).
Von
Werner
Epp gibt es auch wieder ein
Bild mit Gipfelbezeichnungen (97kB). Mal wieder vielen
Dank!
Unser Lager in der Hütte war recht interessant, statt Doppelstockbetten hatte
es hier sogar drei übereinander. Allerdings waren die "Kojen" jeweils für zwei
"ausgewachsene Kerle" doch ein wenig eng und vor allem kurz (linkes Bild, Christoph
und Robert). Das Einschlafen gestaltete sich recht albern... ;-)
Am nächsten Morgen zeigte das Wetter sich erneut von seiner besten Seite und
wir gingen den Aufstieg zum Hohen Ifen an (mittleres Bild, Schwarzwasser
Hütte, die Truppe macht sich fertig). Bis etwa zur Ifersgunt Alpe (1750m) zieht
es sich erneut durch schöne grüne Wiesen, erst danach gelangt man allmählich in
felsigeres Gelände. Am Eugen Köhler Weg gibt es vielleicht zwei bis drei
etwas ausgesetztere Stellen. Diese sind allerdings durch Drahtseile versichert und
bei trockenem Wetter auch für weniger Geübte ohne Probleme gut gangbar. Das letzte
Stück zum Rücken des Hohen Ifen ist grasig und relativ steil, danach hat man es
dann auch schon fast geschafft.
Am Gipfel des Hohen Ifen (2230m) war schon mächtig viel Betrieb, durch
den Bekanntheitsgrad des Berges, den einfachen Aufstieg sowie durch das schöne
Wetter wird man hier wohl kaum Bergeinsamkeit finden. Trotzdem bietet sich der
grasige Gipfel überaus zum "chillen" an und besonders die Aussicht auf das
Gottesackerplateau ist sehr beeindruckend (mittleres Bild, im Hintergrund
fast die gesamte
Nagelfluhkette sowie rechts
einzeln der Grünten)!
Auch der Blick in Richtung Lechtaler Alpen ist eine feine Sache (linkes Bild).
Von
Werner
Epp gibt es ebenfalls wieder ein
Bild mit Gipfelbezeichnungen (135kB). Und nochmals
vielen Dank dafür! Im Osten thront außerdem der
Hochvogel (rechtes Bild). Es
ist schon Wahnsinn wie dieser markante Gipfel sein Umfeld immer wieder überragt.
Vom Hohen Ifen stiegen wir dann nach einer ausgiebigen Brotzeit nach Norden hin ab
zur Bergstation der Ifenbahn (keine Ahnung ob die tatsächlich so heißt ;). Auf
diesem Weg gibt es ebenfalls hier und da ein paar Drahtseile, aber alles eher einfach.
Nach einer Radler-Pause ging es nun weiter über das Gottesackerplateau. Im
Winter oder bei Nebel kann dies durchaus recht unangenehm enden, falls man vom
Weg abkommt. Überall existieren Löcher in allen möglichen Größen und Tiefen und
laden zum Reinfallen oder zum Fußumknicken ein. Eigentlich wollten wir noch bis
zu den Oberen Gottesackerwänden aufsteigen, doch die "kurze Rast" entwickelte
sich schnell in ein gutes Abgehänge an einem wunderbaren Sommernachmittag. ;-)
Auf dem linken Bild reicht der Blick vom
Großen Krottenkopf, über
den Allgäuer Hauptkamm bis zum Biberkopf. Das ganz rechts ist doch nicht der Große
Widderstein, sondern der Elferkopf (Danke für den Hinweis Werner).
Und auf dem rechten Bild gibt es mal wieder einen
Zoom auf Trettach Spitze, Mädelegabel, Hochfrott Spitze und Bockkar Kopf.
Nach fast über einer Stunde sollte es dann aber doch langsam wieder in Richtung
Ausgangpunkt im Tal gehen. Der Abstieg durch das Kürental ist ebenfalls
recht schön, fast ständig läuft man auf den Allgäuer Hauptkamm zu... Im oberen
Teil sind wir noch kurz etwas vom Weg abgekommen, aber das lag wohl eher an unserer
langsam aufkommenden Unaufmerksamkeit als an den Wegweisern. :)
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Fazit
Die Tour habe ich sehr als eine sehr lustige in Erinnerung. Sie bietet sich außerdem
wirklich an, um mal einen Hüttenaufenthalt zu erleben, einen 2000er zu besteigen und
mit dem Gottesacker eines der eigenartigsten Erscheinungen in den Ostalpen zu sehen.
Und das alles relativ unschwierig und ohne Monsterkondition! Der Hohe Ifen ist wie
erwähnt natürlich kein einsamer Berg. Trotzdem ist er mit einer der schönsten und
markantesten im Allgäu/Kleinwalsertal und bietet wunderbare Aussichten!
Einen weiteren Tourbericht zum Hohen Ifen gibt es auf der Seite von
Thomas Mitterer.
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