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Hoher Ifen (2230m) und Gottesacker

Allgäuer Alpen, 09/10.09.2000

Vorgeschichte

Als sich meine Praktikantenzeit im Allgäu langsam aber sicher dem Ende näherte besuchten mich nochmal Robert (auch Ex-Praktikant bei Bosch) und sein Kumpel Christoph sowie der Martins mit seinem Kumpel Torsten samt dessen Kumpel... hmhmh...?! ;-) Zusammen sollte es auf eine kleine Wanderung mit Hüttenübernachtung gehen und irgendwie kamen wir dann auf den Hohen Ifen im Kleinwalsertal.

Überblick

  • Start: Parkplatz (1275m) beim Lift zur Ifenhütte
  • Aufstieg entlang des Naturlehrpfades zur Schwarzwasser Hütte (1651m)
  • Aufstieg zu den Ochsenhofer Köpfen (~1950m) und Abendbrot
  • Abstieg zur Schwarzwasser Hütte und Übernachtung
  • Aufstieg zur Ifersgunt Alm (1750m)
  • über den Eugen Köhler Weg bis zum Hohen Ifen (2230m)
  • Abstieg bis zur Bergstation der Ifenbahn (?, ~2000m)
  • über das Gottesackerplateau bis etwa Höhe Gottesacker Alm
  • Abstieg durch das Kürental und zurück zum Parkplatz

Bericht

Gruppenbild vor dem Hohen Ifen Blick von der Schwarzwasser Hütte auf den Hohen Ifen Blick von den Ochsenhofer Köpfen in Richtung Oberstdorf
Los ging es schön gemächlich vom Parkplatz beim Lift zur Ifenhütte. Bei bestem Spätsommerwetter schlängelte sich der Weg ohne größere Steigungen etwa eine Stunde durch Wald und Wiesen. Zwischendurch konnten wir immer wieder schöne Blicke auf die Südwest-Seite des Hofen Ifen erhaschen (linkes Bild, von links nach rechts: Christoph, Kumpel von Torsten, Torsten, Martin, Robert).
An der Jausenstation Melköde (1346m) befindet sich der Talstützpunkt der Materialseilbahn der Schwarzwasser Hütte. Ab hier wird es dann allmählich etwas steiler, allerdings alles "harmloser" Wanderweg. Die letzten Tagesausflügler kamen uns entgegen und wir erreichten schließlich die Schwarzwasserhütte (1651m). Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel, der Blick zum Hohen Ifen ist einfach traumhaft (mittleres Bild)!
Die Wirtsleute hatten aber anscheinend einen ziemlich schlechten Tag und waren nicht besonders freundlich. So beschlossen wir nach der Vergabe der Lager lieber unser mitgebrachtes Essen für das Abendbrot zu nutzen und stiegen noch kurz in Richtung Ochsenhofer Köpfe auf. Von hier oben schmeckte es natürlich doppelt so gut *g* und wir hatten schöne Rundblicke zum Großen Widderstein, hinunter zur Hütte und zurück ins Kleinwalsertal in Richtung Oberstdorf (rechtes Bild). Von Werner Epp gibt es auch wieder ein Bild mit Gipfelbezeichnungen (97kB). Mal wieder vielen Dank!

Robert und Christoph in der Schwarzwasser Hütte Schwarzwasser Hütte im Morgenlicht Aufstieg zum Hohen Ifen, Blick in Richtung Schwarzwasser Hütte
Unser Lager in der Hütte war recht interessant, statt Doppelstockbetten hatte es hier sogar drei übereinander. Allerdings waren die "Kojen" jeweils für zwei "ausgewachsene Kerle" doch ein wenig eng und vor allem kurz (linkes Bild, Christoph und Robert). Das Einschlafen gestaltete sich recht albern... ;-)
Am nächsten Morgen zeigte das Wetter sich erneut von seiner besten Seite und wir gingen den Aufstieg zum Hohen Ifen an (mittleres Bild, Schwarzwasser Hütte, die Truppe macht sich fertig). Bis etwa zur Ifersgunt Alpe (1750m) zieht es sich erneut durch schöne grüne Wiesen, erst danach gelangt man allmählich in felsigeres Gelände. Am Eugen Köhler Weg gibt es vielleicht zwei bis drei etwas ausgesetztere Stellen. Diese sind allerdings durch Drahtseile versichert und bei trockenem Wetter auch für weniger Geübte ohne Probleme gut gangbar. Das letzte Stück zum Rücken des Hohen Ifen ist grasig und relativ steil, danach hat man es dann auch schon fast geschafft.

Auf dem Gipfel des Hohen Ifen Blick vom Hohen Ifen auf den Gottesacker Gipfel Hohen Ifen
Am Gipfel des Hohen Ifen (2230m) war schon mächtig viel Betrieb, durch den Bekanntheitsgrad des Berges, den einfachen Aufstieg sowie durch das schöne Wetter wird man hier wohl kaum Bergeinsamkeit finden. Trotzdem bietet sich der grasige Gipfel überaus zum "chillen" an und besonders die Aussicht auf das Gottesackerplateau ist sehr beeindruckend (mittleres Bild, im Hintergrund fast die gesamte Nagelfluhkette sowie rechts einzeln der Grünten)!

Blick vom Gipfel des Hohen Ifen in Richtung Lechtaler Alpen Blick zum Hochvogel
Auch der Blick in Richtung Lechtaler Alpen ist eine feine Sache (linkes Bild). Von Werner Epp gibt es ebenfalls wieder ein Bild mit Gipfelbezeichnungen (135kB). Und nochmals vielen Dank dafür! Im Osten thront außerdem der Hochvogel (rechtes Bild). Es ist schon Wahnsinn wie dieser markante Gipfel sein Umfeld immer wieder überragt.

Blick vom Gottesacker zum Allgäuer Hauptkamm Blick zur Mädelegabelgruppe
Vom Hohen Ifen stiegen wir dann nach einer ausgiebigen Brotzeit nach Norden hin ab zur Bergstation der Ifenbahn (keine Ahnung ob die tatsächlich so heißt ;). Auf diesem Weg gibt es ebenfalls hier und da ein paar Drahtseile, aber alles eher einfach. Nach einer Radler-Pause ging es nun weiter über das Gottesackerplateau. Im Winter oder bei Nebel kann dies durchaus recht unangenehm enden, falls man vom Weg abkommt. Überall existieren Löcher in allen möglichen Größen und Tiefen und laden zum Reinfallen oder zum Fußumknicken ein. Eigentlich wollten wir noch bis zu den Oberen Gottesackerwänden aufsteigen, doch die "kurze Rast" entwickelte sich schnell in ein gutes Abgehänge an einem wunderbaren Sommernachmittag. ;-) Auf dem linken Bild reicht der Blick vom Großen Krottenkopf, über den Allgäuer Hauptkamm bis zum Biberkopf. Das ganz rechts ist doch nicht der Große Widderstein, sondern der Elferkopf (Danke für den Hinweis Werner). Und auf dem rechten Bild gibt es mal wieder einen Zoom auf Trettach Spitze, Mädelegabel, Hochfrott Spitze und Bockkar Kopf.

Abstieg vom Gottesacker, im Hintergrund der Allgäuer Hauptkamm Abstieg vom Gottesacker Abstieg vom Gottesacker
Nach fast über einer Stunde sollte es dann aber doch langsam wieder in Richtung Ausgangpunkt im Tal gehen. Der Abstieg durch das Kürental ist ebenfalls recht schön, fast ständig läuft man auf den Allgäuer Hauptkamm zu... Im oberen Teil sind wir noch kurz etwas vom Weg abgekommen, aber das lag wohl eher an unserer langsam aufkommenden Unaufmerksamkeit als an den Wegweisern. :)

Fazit

Die Tour habe ich sehr als eine sehr lustige in Erinnerung. Sie bietet sich außerdem wirklich an, um mal einen Hüttenaufenthalt zu erleben, einen 2000er zu besteigen und mit dem Gottesacker eines der eigenartigsten Erscheinungen in den Ostalpen zu sehen. Und das alles relativ unschwierig und ohne Monsterkondition! Der Hohe Ifen ist wie erwähnt natürlich kein einsamer Berg. Trotzdem ist er mit einer der schönsten und markantesten im Allgäu/Kleinwalsertal und bietet wunderbare Aussichten!

Einen weiteren Tourbericht zum Hohen Ifen gibt es auf der Seite von Thomas Mitterer.

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