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Vorgeschichte
Überblick
Tag 1
Tag 2
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Großer Wilder (2370m), Nordgrat, II

Allgäuer Alpen, 22-24.07.2001

   

Vorgeschichte

Im Anschluß an den Tagesauslug ins Karwendel zum Predigtstuhl wollte ich die "gute südliche Ausgangslage" gleich nutzen, um endlich mal wieder im Allgäu vorbeizuschauen. Durch die Erfahrungen auf dem GR20 in Korsika wollte ich mich nun auch an einem II'er in Deutschland heranwagen. Meine Wahl fiel auf den Nordgrat des Nordgipfels vom Großen Wilden, da neben einer kurzen Beschreibung im AV-Führer auch ein recht gutes Foto von der Route abgebildet ist. Außerdem war ich in dem Gebiet zwischen Kemptner Hütte und Prinz Luitpold Haus noch nicht unterwegs gewesen.
An dieser Unternehmung bekamen auch zwei Kumpels, der Uli und der Sebastian, Interesse und so bauten wir das zu einer kleinen Tour aus.

Überblick

  • 22.07. -> Tag 1 
  • Anfahrt nach Oberstdorf
  • Aufstieg zum Edmund Probst Haus über die Vordere Seealpe
  • Übernachtung
  • 23.07. -> Tag 2 
  • über den Laufbachweg zum Laufenbacher Eck Sattel
  • kleiner Ab- und wieder Aufstieg zum Himmeleck
  • Besteigung des Nordgipfels des Großen Wilden über den Nordgrat, II
  • über die Schönberghütte zum Prinz Luitpold Haus
  • Übernachtung
  • 24.07. -> Tag 3 
  • Besteigung des Wiedemerkopfes über die Nordwestflanke
  • Abstieg vom Prinz Luitpold Haus über die Untere Bärgündele Alpe zum Giebelhaus
  • mit dem Bus zurück nach Oberstdorf

Tag 1

Parkplatz, Blick Richtung Oberstdorf Gegen 16:15 Uhr kamen wir in Oberstdof mit dem Auto an und parkten etwas außerhalb oberhalb des Ortes. Von hier aus mußten wir zwar durch den kompletten Ort laufen, aber somit sparten wir die Parkgebühren. ;-) Nach dem Umziehen der Klamotten und dem Packen der Rucksäcke ging es dann endlich los Richtung der Schattenberg Schanzen, wo wir gegen 17 Uhr ankamen . Von hier aus führen zwei Wege zur Vorderen Seealpe: einer nach rechts hoch "über die Schanzen" und einer links zur Fahrstraße und den Wasserfällen. Wir entschieden uns für die Fahrstraße, da zumindest Uli und ich den anderen Weg ja schon von der Tour zum Rubihorn her kannten. Auf diesem Weg kommt man recht schnell voran und nichts anderes wollten wir denn ja auch. Zwischendurch gab es schon die ersten schönen Blicke in Richtung des Allgäuer Hauptkammes mit dem Heilbronner Weg.

Auf dem Weg hinter der Vordern Seealpe Die Vordere Seealpe kannten wir ja bereits auch schon und sie lud zu einem erfrischendem Radlermaß ein. ;-) Wir waren zu diesem Zeitpunkt so ziemlich die letzten Wanderer die noch aufstiegen, fast alle anderen kamen uns von Tagestouren entgegen oder fuhren mit den letzten Fahrten der Nebelhornbahn wieder runter nach Oberstdorf.
Der weitere Weg bleibt weiter eine Fahrstraße. Man kommt hierbei natürlich recht gut voran, aber Straße ist halt Straße. Im oberen Drittel unterläuft man zwei Mal die Stränge der Seilbahn. In diesem Abschnitt ist der Weg ziemlich steil und wir kamen bei den letzten Sonnenstrahlen des Tages nochmal gut ins Schwitzen. Auf dem Bild sind wir gerade hinter der Vorderen Seealpe, aber noch bevor es dann langsam aber sicher steiler wird. Oben in Bildmitte erkennt man ein kein wenig die Masten von der Nebelhornbahn, bis etwa dahin waren es aber noch ca. 1,5 Stunden.

Sonnenuntergang am Edmund Probst Haus, Blick zum Hohen Ifen Gegen 19:45 Uhr erreichten wir dann das Edmund Probst Haus. Freudig konnten wir feststellen, dass es aufgrund des Wochenanfanges (Sonntag Abend) recht leer war. Wir hatten sogar Glück und kamen zu dritt alleine in ein Lager. ;-) Insgesamt fand ich die DAV-Hütte ziemlich gut! Aufgrund der Nähe zur Gipfelstation der Nebelhornbahn hatte ich nämlich eher mit einem weniger angenehmen Aufenthalt gerechnet, aber dem war nicht so! Die Wirtin war sehr nett, das Essen recht gut, unsere Lager spitze und die sanitären Anlagen komplett neu und einwandfrei. Dazu übrigens noch eine Anmerkung: "Verwöhntes Komfortbergsteigen" hin oder her... wenn es eh auf der Hütte fließend Wasser geben sollte, dann ist es meiner Meinung nach auch nicht schlimm, falls dort eine Dusche existiert. Eher im Gegenteil. ;-)
Den weiteren Abend gab es ein paar Bierchen und wir probierten uns noch ein wenig an der nahen Kletterwand, natürlich nur ganz unten. Außerdem sahen wir als es dunkel wurde noch aus nächster Nähe pic einen Fuchs (52kB), der anscheinend das Umfeld der Seilbahnstation und der Hütte zur Nahrungssuche nutzte. Auf dem Bild kann man die Silhouetten des Hohen Ifen und der Gottesackerwände im Kleinwalser nach dem Sonnenuntergang sehen.

Tag 2

Uli, Bergstation der Nebelhornbahn mit Edmund Probst Haus und Nebelhorn. Um 6:00 Uhr läuteten unsere Wecker. Nach einem Kaffee und einem erneuten kleinen pic Abstecher zur Kletterwand (38kB) ging es 7:30 Uhr dann los Richtung Süden zum Laufenbacher Weg. Auf dem Bild sind wir vielleicht gerade 10 Minuten unterwegs: Im Hintergrund der klotzige Bau der Bergstation der Nebelhornbahn. Rechts die etwas "holzige" Hütte ist das Edmund Probst Haus. Oberhalb davon im Hang ist ein weiteres Haus zu sehen, bis dorthin fährt eine weitere Kabinenbahn und von da aus geht (bzw. ging im April 2000) ein Einser Sessellift bis hinauf zum Nebelhorn (2224m) mit dem Gipfelrestaurant.
Nach etwa 10 Minuten gabelt sich der Weg. Weiter gen Süden geht es über den Gleitweg hinab ins Oytal, uns führte es aber zunächst kurz gen Osten und dann wieder nach Süden zum Laufenbacher Eck. Hier noch ein pic Bild vom Weg (50kB).

Drahtseilversicherung am Laufenbachereck Weg Der Weg selber war in diesen Morgenstunden sehr angenehm, da wir immer im Schatten der Seeköpfe laufen konnten und der Weg fast immer auf gleicher Höhe blieb. Hinunter hatten wir eine tolle Aussicht auf den Seealpsee und im Süden türmten sich die Höfats und der Allgäuer Hauptkamm auf. Der Höfats war ich bisher noch nie so nah gewesen, die vier zackigen Grasgipfel sehen wirklich atemberaubend aus (einen Bericht einer Überschreitung gibt es übrigens auf der Homepage von Thorsten Liborius). Außerdem konnten wir ein paar Gemsen sehen.
Hinter dem Schochen (2100m) wendet sich der Weg nach Osten. Ein, zwei Drahtseilversicherungen "entschärfen" ein paar etwas ausgesetztere Stellen am Fels, ansonsten ist der Pfad bei trockendem Wetter aber als unschwierig für (schwindelfreie) Wanderer einzustufen. (siehe Bild)

Blick vom Roßkopf zum Großen Wilden Etwa 10 Uhr erreichten wir nach einem kurzem Aufstieg den Sattel des Laufenbacher Ecks. Hier machten wir erstmal Rast und genossen die überwältigende Aussicht auf den Hochvogel. Auch unsere Hütte für den Abend, das Prinz Luitpold Haus, konnten wir schon erkennen. Sebastian und ich stiegen noch kurz weiter zum Nordgipfel des Roßkopfes (2194m) hinauf. Dieser ist relativ einfach durch eine kleine Kletterei und steiles Gras in vielleicht 10 Minuten vom Sattel aus Richtung Süden zu erreichen. Oben sollte man aufpassen, da es auf der anderen Seite gleich wieder rund 70 bis 100m steil bergab geht. Aber von hier aus hatten wir einen super Blick auf unser großes Tagesziel: den Nordgipfel des Großen Wilden. Der komplette Nordgrat war zu sehen. Auf dem Bild sieht man unseren Blick vom Roßkopf zum Großen Wilden. Rechts ragt noch der Schneck etwas ins Bild. Auch deutlich zu erkennen: der ebenfalls mögliche Aufstieg über die Gamswanne (Skitour). Hier gibt es noch ein Bild mit einem eingezeichneten pic Routenverlauf (52kB).

Nach der Pause ging es weiter Richtung Osten/Südosten bergab. Der AV-Führer warnte vor dieser Stelle bei starken Niederschlägen, aber auch so war es durch sehr trockenen Staub und kleinen Steinchen etwas rutschig. Unsere Stöcke waren hier wieder sehr hilfreich! Etwa bei der Abzweigung Prinz Luitpold Haus - Himmeleck trennten wir uns. Uli wollte nicht mit zum Großen Wilden und machte sich schon langsam über die Schönberghütte zum Prinz Luitpold Haus auf. Sebastian und ich gingen nach Süden zum Himmeleck.

Sebastian am Grat vor dem Felsanstz Um ca. 12 Uhr erreichten wir den Himmeleck-Sattel (2007m). Hier gibt es noch ein pic Bild mit Blick zur Höfats (45kB) und zur Mädelegabelgruppe vom Himmeleck-Sattel aus. Ab hier verließen wir den normalen Wanderweg und gingen laut dem AV-Führer Allgäuer Alpen den Zugang zum Nordgrat. Auf S.257 ist dies dort wunderbar zu erkennen. Den kleinen grünen Hügel (über dem Schriftzug Himmeleck-Sattel) umgeht man rechts. Vor den brüchigen Felszähnen (unterhalb der unteren Nummer "967") gelangt man schon auf einen kleinen Trampelpfad, der einen zunächst rechts (westlich) um den Fels und danach sehr steil durch Gras wieder empor zum Grat führt. Sollte es hier im Auf- oder Abstieg regnen, so hat man mit Sicherheit ernsthafte Probleme! Auf dem Bild ist Sebastian zu sehen. Wir hatten da gerade das sehr steile Grasstück hinter uns und waren am Grat angelangt. Bis zum richtigen Felsansatz gab es zwischen Gras auch schon ein paar erste kleine Kletterstellen. Ach ja: etwas steiler und abschüssiger ist es schon, als wie es aussieht. ;-)

Sebastian beim Abstieg vom kleinen Turm Am folgenden Felsansatz ließen wir unsere großen Rucksäcke zurück und machten uns endgültig auf zum Gipfel. Der gesamte Weg ist ab hier mehr oder weniger mit roten Punkten und Strichen markiert, außerdem erkennt man des öfteren noch deutliche Pfadspuren. Ein Nicht-Finden der Route kann somit eigentlich fast ausgeschlossen werden.
Zunächst klettert man weiter durch steiles Gras und Fels etwas empor. Dies war eigentlich neben dem bisherigen Grasanstieg schon die unangenehmste Stelle, da der Fels teilweise oft sehr brüchig war und es hinter einem gehörig bergab geht. Wieder direkt am Grat geht es ohne Einsatz der Hände weiter, allerdings hat man teilweise nur ca. 1m Platz und links wie rechts geht es mindetens 100m steil runter. :-) Fast unbemerkt erreicht man einen kleinen Turm (im AV-Führer auf S.257 schräg links unter der oberen Nummer "967"), von welchem es dann wieder mit Kletterei kurz hinunter in eine Scharte geht. Dies ist auch gerade auf dem Bild zu sehen. Sebastian klettert gerade in die Scharte hinter dem kleinen Turm hinunter. Der Weg führte direkt über den Turm!

Sebastian nach der Scharte in den zerrissenen Platten Hier folgen nun die beschriebenen zerrissenen Platten. An diesem Punkt wurde es allerdings nun Sebastian zu heikel und er beschloß nach einem kleinen Versuch nicht weiter aufzusteigen (siehe Bild). Mit der Kletterei bergauf bzw. der Höhe hatte er keinerlei Probleme und war sicher, allerdings ist es für ihn bergab immer etwas unangenehmer gewesen und er wollte kein Risiko eingehen dann "oben festzusitzen". Bis zu diesem Punkt hatten wir aber schon II'er Stellen gehabt und man muß zu "seiner Verteidigung" sagen, dass es für ihn erst die dritte Tour in den Bergen war. Somit war es zwar Schade recht kurz vor dem Gipfel aufzugeben, insgesamt war dies aber natürlich die richtige Entscheidung gewesen!
Sebastian wartete also und ich nahm die letzten Höhenmeter alleine in Angriff. Nach den Platten wurde der Weg mehr und mehr geröllhaltiger aber ich kam dennoch recht gut und problemlos vorran.

Meinereiner auf dem Nordgipfel des Großen Wilden Etwa 13:30 Uhr hatte ich es dann geschafft, der Nordgipfel des Großen Wilden (2370m) war erreicht. Keine Menschenseele weit und breit, nur die Berge und ich. ;-) Die Aussicht war wie schon erwartet Klasse: fast die gesamten Allgäuer waren überblickbar! Herrausragend natürlich die Höfats (45kB, Bildmitte, davon obenhalb rechts der Hohe Ifen) und der Hochvogel (45kB) mit dem "dahinter" liegenden Wettersteingebirge. Auch die hohen Gipfel der Lechtaler zeigten sich, doch leider konnte ich dazu keine Namen oder ähnliches zuordnen. Hier gibt es noch ein Gipfelfoto (46kB) in Richtung der Mädelegabelruppe und das gleiche Foto mit pic den Namen der Gipfel (52kB, vielen Dank dafür an Werner Epp!). Nach ein paar Fotos ging es dann aber wieder an den Abstieg, denn von Westen her verschlechterte sich das Wetter und die Cumuluswolken ragten schon ziemlich weit in den Himmel hoch. Auf dem Bild dominiert der Hochvogel, rechts daneben am Horizont das Wettersteingebirge

Abstieg vom Gipfel Bis zu Sebastian war es nicht weit, aber gleich ein paar Meter unter dem Gipfel war ich für eine Sekunde nicht ganz aufmerksam und rutschte auf dem Geröll aus. Es passierte zwar nichts da es noch nicht wieder ausgesetzt war und ich mich sofort abfangen konnte, aber ein spitzer Fels schlitze doch ein wenig meine linke Hand auf und ich wurde jäh dran erinnert, das man hier nur absolut konzentriert gehen darf oder gar nicht! Auf dem Bild wartete Sebastian gerade auf dem kleinen Turm und wir fotografieren uns gegenseitig - sein Bild habe ich allerdings noch nicht. ;-) Etwa in Bildmitte kann man den letzten Teil des Wegverlaufes vom Laufenbacher Eck zum Himmeleck-Sattel sehen (weiterer Wegverlauf links aus dem Bild raus zum Sattel). In Serpentinen geht es außerdem runter zur Schönberghütte.
Zusammen stiegen wir dann wieder problemlos zu unseren Rucksäcken ab und entschieden uns, nicht den Weg zurück zum Himmeleck-Sattel, sondern durch den unteren Teil der Gamswanne gleich zur Schönberghütte zu gehen. Wir hofften dadurch das steile Gras beim Zustieg zu umgehen. Allerdings wurde daraus nichts, denn auch hier wurde das Gras nach etwas Geröll sehr steil und wir kämpften uns von Stufe zu Stufe herunter. Gegen 15 Uhr erreichten wir schließlich die kleine Schönberghütte, bei welcher man aber soweit ich weiß nicht übernachten kann und die auch nicht bewirtschaftet ist.

Sebastian, Prinz Luitpold Haus und die Westwand der Fuchskarspitze Von der Schönberghütte war es dann noch eine gute Stunde bis zum Luitpold Haus, welches wir somit ca. 16 Uhr erreichten. Uli war bereits da und hatte es sich auf der Terasse gemütlich gemacht. Die Hütte war auch hier nicht voll, manche Matratzen in der Lagern waren noch frei und viele Leute konnten sich so etwas extra legen und hatten mehr Platz. Essen und Bier waren gewohnt gut und man konnte die kalte Dusche kostenlos nutzen. Am Abend regnete wie erwartet noch kurz, aber danach klarte es auch schon wieder etwas auf. Auf dem Bild haben wir die Hütte bald erreicht. Im Hintergrund ist die Westwand der Fuchskarspitze zu sehen.

Tag 3

Gipfel Wiedemerkopf, Blick zum Großen Wilden und zur Höfats Am nächsten Morgen machten wir uns gegen 7:45 Uhr auf zum nicht weit entfernten Wiedemerkopf. Ich war zwar letztes Jahr schon dort gewesen, aber der Anstieg hatte ein paar kleine nette Klettereien und Sebastian wollte noch einen Gipfel. ;-) Der Einstieg liegt kurz hinter der beschilderten Abzweigung zum Wiedemerkopf auf dem Weg von gestern. Der Aufstieg wechselt immer zwischen teilweise etwas ausgesetzten Pfaden und kleinen mit Drahtseilen versicherten Klettereien. Die Versicherungen sind aber nicht so schlecht wie im AV-Führer beschrieben. Wir haben sie zwar nicht genutzt, aber sie sahen auch nicht so aus, als wären sie in einem total schlechten Zustand. 8:30 Uhr waren Sebastian und ich dann auf dem Gipfel des Wiedemerkopfes (2165m). Der Hochvogel lag heute teilweise noch (oder schon wieder) in den Wolken, aber dieses Szenario hatte auch seinen Reitz. Hier und dort waren mit Steinen pic Edelweise (68kB) "eingezäunt"! Hier gibt es das gleiche pic Bild mit dem Routenverlauf. Der erste kleine Hügel wird vom Himmeleck-Sattel aus rechts umgangen (gestrichelt), ebenso der erste Felsaufschwung (gar keine Linie). Danach ist man auf dem Nordgrat. Die Rucksäcke haben wir in etwa dort liegen gelassen, wo wir spärer bim Abstieg die andere Route wählten.

Nach ein paar Fotos - pic Sebastian beim Abstieg (22kB), allerdings schön abeuterlich geknipst ;) - ging es aber wieder zurück zum Prinz Luitpold Haus, von welchem wir dann gegen 9:30 Uhr den Abstieg zum Giebelhaus begonnen. Der Weg hat keine Schwierigkeiten, lediglich im unteren Teil kann es auf einigen Felsstücken ziemlich rutschig werden. Über die Untere Bärgündele Alpe gelangt man recht schnell zu einem schönen Wasserfall und schließlich nach dem Queren den Bärgündele Baches auf die Fahrstraße hin zum Giebelhaus. Es ist übrigens empfehlenswert, nach den ersten beiden Serpentienen der Straße, sich am Wegweiser links zu halten und den Wanderweg zum Giebelhaus zu gehen. Nicht unbedingt aufgrund der angegebenen 5 Minuten kürzeren Gehzeit, sondern weil es imho angenehmer zum Laufen ist... ;-)

Bushaltestelle in Hinterstein Etwa 11:30 Uhr waren wir dann am Giebelhaus und entschieden uns dafür, alle komplett mit dem Bus zurück nach Oberstdorf zu fahren und nicht noch einmal im Obertal aufzusteigen und über das Edmund Probst Haus zu gehen. Wie sich heraustellte, war dies auch nicht allzu teuer: 5,50 DM für den Bus vom Giebelhaus nach Hinterstein und von dortaus direkt und ohne umzusteigen weiter über Hindelang und Sonthofen nach Oberstdorf für 7,- DM, jeweils pro Person. Auf dem Bild sind wir gerade in Hinterstein angekommen und warten auf den Bus nach Oberstdrof.

Mit allem drum und dran saßen wir dann 14:30 Uhr im Auto und machten uns wieder zurück ins Thüringer Flachland. ;-) Bis zum nächsten Mal!

Fazit

Ganz klar im Mittelpunkt der wieder einmal sehr schönen Tour stand für mich natürlich die Besteigung des Nordgipfels des Großen Wilden. Der Aufstieg über den Nordgrat ist im AV-Führer mit II angegeben und war dementsprechend nicht ohne. Allerdings haben mich meine bisherigen Unternehmungen anscheinend soweit darauf vorbereitet, dass ich damit keinerlei Probleme hatte und die ganze Aktion sehr genießen konnte. Im Gegenteil, die Kletterstellen haben mir am meisten Spaß gemacht und hätten durchaus umfangreicher und auch ruhig noch einen Tick schwieriger sein können, ohne das ich mir unsicher gewesen wäre.
Allerdings: das ist nur meine persönliche Meinung! Objektiv gesehen ist er Grat teilweise stark ausgesetzt, einige kurze Kletterstellen bereits senkrecht und Sicherungen gibt es keine! II'er Gelände! Man sollte also wieder einmal sicher sein was man da vorhat bzw. auch umdrehen können, falls man dem noch nicht gewachsen ist! Sonstige Faktoren wie das Wetter seien auch nicht zu vergessen!

Ansonsten hatten wir viel Spaß auf den Hütten, das Wetter spielte nach der Schlechtwetterphase super mit... insgesamt also traumhaft! Ich hoffe, dass ich bald wieder Zeit für das Allgäu habe!

Sonstige Informationen

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