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Vorgeschichte
Überblick
Eindrücke
Fazit
 

Vorderer und Hoher Ziegspitz

Ammergauer Alpen, 08.12.2002

   

Vorgeschichte

Mein Sprunggelenk war nach der ersten Test-Tour zum Schellschlicht (auch Ammergauer Alpen) noch heil, also konnte es ja wieder weitergehen! *g* Die ganze Woche über zeigte die Webcam vom Wank schon Hochnebel und das wollte ich schon lange mal selbst von oben erleben. Mit Theresa, Andreas und Uli ging es dann los...

Die Bilder sind soweit alle von Ulis kleiner Digitalen...

Überblick

Schwierigkeitsbewertung: einfache Winterwanderung

  • Parkplatz Almhütte Maximilianshöhe (ca. 850m)
  • Stepberg-Almsteig (Kreuzweg)
  • Stepberg Alm (1583m)
  • Weg "KR4", über die Nordflanke auf die Vordere Ziegspitz (1815m)
  • weiter am Grat zu Hohen Ziegspitz (1864m)
  • wieder zurück zur Vorderen Ziegspitz
  • Abstieg an der Ostflanke zur Stepberg Alm
  • Abstieg über gelbes Gewänd
  • Parkplatz Almhütte Maximilianshöhe (ca. 850m)

Eindrücke

Etwa 9:15 Uhr sind wir vom Parkplatz an der Almhütte bei der Maximilianshöhe aufgebrochen. Das Wetter hier unten war kalt und feucht und alles andere als schön.

Aufstieg am Stepberg-Alpensteig (Kreuzweg) Die ersten Sonnenstrahlen durchdringen den Nebel Zugspitze vom Stepberg-Alpensteig aus
Wir wählten für den Aufstieg den Stepberg-Alpensteig (auch als Kreuzweg, bezeichnet). Ich kannte den Weg bereits im Abstieg. Zunächst steigt man sehr lange westwärts mehr oder weniger steil bergan. Der Nebel hüllte den Wald in einen grauen Schleier. Ab etwa 1100m wurde der Schnee langsam aber sicher dichter (linkes Bild) und es wurde immer heller und heller. Bei etwa 1300m zweigt der Weg gen Norden ab und man hat noch ein paar steilere Serpentinen hinaufzugehen. Während diesem Stück Weg brach der Himmel auf und vielleicht innerhalb 50 Höhenmeter war er blau. Kurz über der Grenze des Hochnebels schauten die ersten Gipfel hervor, so auch die Zugspitze (rechtes Bild). Dieser Übergang war überaus beeindruckend und wunderschön!

Andreas die ersten Höhenmeter über dem Nebel Blick zum Daniel
Nach dem Steilstück hat man es Höhenmeter-technisch eigentlich geschafft. Es geht nur noch kurz hoch und runter bis zur Alm. Die Sicht über dem Hochnebel war super, alle Täler waren wie unter einer Art Zuckerwatte versteckt. Zwischen den Bäumen konnten wir auch den Daniel erkennen (rechtes Bild).

Rast an der Stepberg Alm Blick von der Stepberg Alm zur Vorderen Ziegspitz
Etwa gegen 11:15 Uhr erreichten wir die Stepberg Alm (1583m). Gegenüber dem Sommer war nun eine herrliche Ruhe, kein Trubel weit und breit. Selbst der "Straßenlärm" im Tal blieb unter dem Nebel. Hier in der prallen Sonnen rasteten wir (linkes Bild) und genossen den Blick auf unser Ziel: die Vordere Ziegspitz (rechtes Bild). Der "normale" Aufstieg erfolgt im Bild rechts von der Scharte aus. Ein weiterer Weg führt über die linke, ostseitige Flanke. Außerdem links sichtbar: der Hohe Ziegspitz.

Blick von der Scharte an der Nordflanke der Vorderen Ziegspitz zum Kramer Aufstieg an der Nordflanke der Vorderen Ziegspitz
Auf dem Weg zur Scharte war nun etwas mehr Schnee vorhanden, jedoch komplett gespurt. Auf den letzten Metern gewinnt man seicht etwas Höhe und erhält den Blick zur Kramerspitz (linkes Bild). Etwa in Bildmitte über Theresas Kopf ist auch die Alm zu erkennen. Der weitere Anstieg wurde nun steiler, es waren recht gute Spuren vorhanden, doch höchstwahrscheinlich ist dies nicht der "richtige" Anstieg des Sommerweges gewesen.

am Grat zum Gipfel, Blick zur Zugspitze Blick vom Grat zur Kramerspitz, Estergebirge und Heimgarten (von rechts nach links) Gipfel Vorderer Ziegspitz
Das Erreichen des Grates (einfach!) war nun mit den besser überschaubaren Hochnebel ein überwältigendes Gefühl! Soweit man blicken konnte sah man nur Gipfel und die "Zuckerwatte". Auf dem linken Bild ist der Blick zur Zugspitze zu sehen. Das mittlere Bild zeigt den Blick hinunter zur Alm, sowie zur Kramerspitz, zum Estergebirge sowie zum Heimgarten. Das rechte Bild ist nun am Gipfel der Vorderen Ziegspitz.

Ich bin danach noch kurz weiter zum Hohen Ziegspitz, Theresa und Uli sind jedoch gleich wieder zur Alm. Am Hohen Ziegspitz hat es noch ein Gipfelbuch. Desweiteren wäre es auch möglich gewesen, noch bis zum Rauhenstein weiterzugehen. Auf dem Rückweg zur Stepberg Alm wollte ich dann den zweiten möglichen Weg über die Ostflanke absteigen. Im oberen Teil habe ich den Weg leider nicht gefunden, die Querung zur Diensthütte zwischen Alm und Scharte ist jedoch gut sichtbar.

Hochnebel Abstieg am gelben Gewänd, wieder unter dem Nebel
An der Alm haben wir uns dann alle wieder getroffen und nach einer kurzen Erholung ging es dann an den Abstieg. Wir nahmen diesmal den Weg über das "Gelbe Gewänd". Nach kurzer Zeit waren wir wieder im Nebel und es wurde dunkel und kalt. Kaum zu glauben, dass noch eben schönster Sonnenschein herrschte! Insgesamt ist meiner Meinung nach dieser Weg aber um einiges schöner als der Kreuzweg. Etwa 15:45 Uhr waren wir wieder am Auto.

Fazit

Uns hat es allen sehr gefallen! Ich hatte so eine "Hochnebel-Wetterlage" bisher noch nie erlebt. Das grau im Tal, der Aufstieg durch den Nebel hin zu einem wunderbaren Wintertag und schließlich der Abstieg zurück in die "Suppe" waren wirklich beeindruckend. Mit dem Schnee ging es diesmal sehr gut, da komplett gespurt war und auch nicht übermäßig viel lag. Das "Gewühle" entfiel somit. Ich denke (das ist nur meine persönliche Meinung!!!), dass diese Tour jedoch generell als sehr gute Wintertour machbar ist - zumindest bis zur Stepberg Alm.

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