Eindrücke
Nach einer recht kurzen Nacht (gegenüber wurde Hochzeit gefeiert) ging
es an einem Sonntag Morgen relativ verpeilt mit dem Auto los. Um diese Zeit
(~7 Uhr) waren die Straßen noch schön leer und somit kamen wir gut durch München
durch und waren nach knapp einer Stunde schon in Oberau. Ein Parkplatz war
schnell gefunden und das Wetter super...
Nachdem zumindest ich bisher schon ein oder zwei Mal durch Garmisch gefahren bin und
immer schlechtes Wetter mit null Sicht herrschte, war der Anblick der Zugspitze
natürlich enorm beeindruckend. Der Oberauer Steig war recht gut zu laufen, im
unteren Teil aber hier und da etwas steil.
Im Frickenkar lag noch etwas Restschnee, welcher aber keine Probleme bereitete. Keine
15 Minuten später erreichten wir den Sattel zwischen dem Bischof und dem Hohen Fricken
(rechtes Bild), welcher absolut einladend für eine kleine Brotzeit war.
Vom Sattel aus ging es weiter in nordöstlicher Richtung, man quert hier in ausgedehnten
Latschenfeldern den Nordwesthang des Bischofs. Hier existierten noch viele mehr oder
weniger gut gespurte Altschneefelder, welche aber recht gut zu gehen waren. Einzig allein
die Sonne brannte ziemlich heftig und Uli hatte ohne eine Sonnenbrille ziemlich zu kämpfen...
Von einer Position aus konnte man sogar den
Hochvogel in den
Allgäuern erkennen, was mich natürlich
besonders freute. *g*
Vom Sattel zwischen dem Bischof und dem Kareck (evt. sogenanntes Henneneck) hatten
wir zum ersten Mal an diesem Tag einen Blick hinüber in das Karwendel. Auch das
Gipfelkreuz des Bischofs (linkes Bild) schien recht nah und so beschlossen wir ohne
Rucksäcke fix hinauf zu schauen. Zunächst ging es durch relativ steilen Schotter gefolgt von
einer kurzen Kletter/Kraxeleinlage. Danach ist man schon in den Latschen und wenig später
auch am Gipfel.
Vom Gipfel des Bischofs (2033m) hat man wie auch auf den restlichen Bergen
des Estergebirges vor allem wunderschöne Blicke ins
Wetterstein mit der Zugspitze
und ins
Karwendel. Auf dem linken
Bild sitzen Sebastian und ich vor dem Gipfelkreuz. Im Hintergrund links der Obere
Rißkopf und rechts der Krotten Kopf. Etwa hinter Sebastians Kopf liegt die Weilheimer
Hütte. Auf dem rechten Bild ist nochmal meinereiner, allerdings mit Blick in
Richtung Zugspitze. Im Vordergrund der Hohe Fricken und der Wank.
Zurück am Sattel ging es weiter den Weg zur Weilheimer Hütte. Man bleibt ungefähr
auf gleicher Höhe und quert südlich das Kareck. Links der Blick zurück zum Sattel,
zum Hohen Fricken und zur Zugspitze, rechts der Weg zur Hütte und der Krotten Kopf.
Von der Weilheimer Hütte (welche allerdings noch geschlossen war) sind es etwa noch
15 Minuten bis zum Krotten Kopf.
Der Gipfel des Krotten Kopfes (2086m) "überragt" alle anderen Berge im Estergebirge
um ein paar Meter und bietet am Gipfel selber wohl den "meisten Platz" *g*. Ganz links
ist mal unser Fotograf Lars zu sehen. In der Mitte sind Uli und meinereiner sowie
im Hintergrund wieder die Zugspitze. Und ganz rechts der herrliche Karwendelblick,
davon gibt es auch ein
gezoomtes Bild
(54kB). Wieder einmal vielen Dank an
Werner Epp
für die Beschreibung der einzelnen Gipfelnamen in den großen Karwendelbildern!
Nach einer ausgiebigen Rast ging es dann wieder zurück zur Weilheimer Hütte
(Bildmitte, rechts). Da der Obere Rißkopf nun auch recht nah schien, entschieden
wir uns auch ihn noch schnell zu "besteigen" und somit ein paar 2000er zu sammeln
*g*.
Der Gipfel des Oberen Rißkopfes (2049m) war somit auch recht fix erreicht. Links
der Blick hinüber zum Krotten Kopf und dahinter das Karwendel. Lars schaute sich noch kurz
in der Nordwand um, danach ging es auch schon weiter (Mitte).
Sebastian und ich gingen zunächst noch weiter in
Richtung Kareck, entschieden uns dann aber doch über ein kleines Schneefeld wieder
zurück zum normalen Weg hinunter zu rutschen (rechtes Bild). Lars und Uli sind allerdings
wieder über die Weilheimer Hütte gegangen.
Der weitere Abstieg war der gleiche Weg wie unser Aufstieg, da wir ja wieder zurück
nach Oberau mußten. Er zog sich besonders im letzten Stück ziemlich in der Länge, da nun
bei uns allen langsam die Kräfte nachließen. An der Schafalpe am Oberauer Steig, welche
wir auch schon beim Aufstieg passiert hatten, legten wir eine letzte Rast ein. Hier entdeckte
Lars auch, dass die Sohlen seiner Schuhe eingerissen waren und dies wohl der Grund für
seine
nassen Füsse war... ;-)
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