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Estergebirge

Bischof, Krottenkopf, Oberer Rißkopf

Bayrische Voralpen, 20.05.2001

Vorgeschichte

An diesem Wochenende besuchten der Uli, der Sebastian und ich den Lars in München. Nach dem langen (fast) berglosen Winter wollte ich endlich wieder die Alpen sehen und von München aus war es ja nicht allzuweit. Gott sei Dank konnte ich auch den Rest von einer kleinen Wanderung überzeugen. ;-)
Das Ziel fanden wir vor allem durch www.steinmandl.de und durch Tipps aus de.rec.alpinismus, denn weder ich noch die anderen waren bisher in den "Münchner Hausbergen" unterwegs gewesen und aufgrund der Schneelage hätte es ja durchaus noch Probleme geben können. So entschieden wir uns für das Estergebirge und wollten dort zumindest den Krotten Kopf (2086m) besteigen.
Die Bilder sind alle von Lars, da genau nach 3 Knipsern die Batterie meines Fotoapparates leer war - Murphy, was sonst.

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Überblick

  • mit dem Auto von München bis Oberau (659m)
  • Aufstieg über dem Oberauer Steig durch das Frickenkar bis zum Sattel zwischen dem Hohen Fricken (1940m) und dem Bischof (2033m)
  • Querung bis zum Sattel zwischen Bischof und Kareck (2046m) (evt. sogenanntes Henneneck?!)
  • "Besteigung" des Bischofs (2033m, ich würde mal sagen über die Nordwestflanke) und wieder zurück zum Sattel
  • Weiter bis zum Weilheimer Haus (1946m)
  • "Besteigung" des Krotten Kopfes (2086m)
  • "Besteigung" des Oberen Rißkopfes (2049m)
  • zurück zum Auto über den Oberauer Steig

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Eindrücke

Nach einer recht kurzen Nacht (gegenüber wurde Hochzeit gefeiert) ging es an einem Sonntag Morgen relativ verpeilt mit dem Auto los. Um diese Zeit (~7 Uhr) waren die Straßen noch schön leer und somit kamen wir gut durch München durch und waren nach knapp einer Stunde schon in Oberau. Ein Parkplatz war schnell gefunden und das Wetter super...

Blick von Oberau aus in Richtung Wetterstein/Zugspitze Zugspitze und Kramer Spitze vom Oberauer Steig aus
Nachdem zumindest ich bisher schon ein oder zwei Mal durch Garmisch gefahren bin und immer schlechtes Wetter mit null Sicht herrschte, war der Anblick der Zugspitze natürlich enorm beeindruckend. Der Oberauer Steig war recht gut zu laufen, im unteren Teil aber hier und da etwas steil.

Frickenkar Der Sattel zwischen dem Bischof und dem Hohen Fricken
Im Frickenkar lag noch etwas Restschnee, welcher aber keine Probleme bereitete. Keine 15 Minuten später erreichten wir den Sattel zwischen dem Bischof und dem Hohen Fricken (rechtes Bild), welcher absolut einladend für eine kleine Brotzeit war.

Latschenfelder bei der Querung des Nordwesthanges des Bischofs Am Sattel zwischen Bischof und Kareck
Vom Sattel aus ging es weiter in nordöstlicher Richtung, man quert hier in ausgedehnten Latschenfeldern den Nordwesthang des Bischofs. Hier existierten noch viele mehr oder weniger gut gespurte Altschneefelder, welche aber recht gut zu gehen waren. Einzig allein die Sonne brannte ziemlich heftig und Uli hatte ohne eine Sonnenbrille ziemlich zu kämpfen... Von einer Position aus konnte man sogar den * Hochvogel in den * Allgäuern erkennen, was mich natürlich besonders freute. *g*

Bischof Aufstieg zum Bischof
Vom Sattel zwischen dem Bischof und dem Kareck (evt. sogenanntes Henneneck) hatten wir zum ersten Mal an diesem Tag einen Blick hinüber in das Karwendel. Auch das Gipfelkreuz des Bischofs (linkes Bild) schien recht nah und so beschlossen wir ohne Rucksäcke fix hinauf zu schauen. Zunächst ging es durch relativ steilen Schotter gefolgt von einer kurzen Kletter/Kraxeleinlage. Danach ist man schon in den Latschen und wenig später auch am Gipfel.

Sebastian und ich auf dem Bischof Meinereiner, im Hintergrund der Hohe Fricken und die Zugspitze
Vom Gipfel des Bischofs (2033m) hat man wie auch auf den restlichen Bergen des Estergebirges vor allem wunderschöne Blicke ins Wetterstein mit der Zugspitze und ins Karwendel. Auf dem linken Bild sitzen Sebastian und ich vor dem Gipfelkreuz. Im Hintergrund links der Obere Rißkopf und rechts der Krotten Kopf. Etwa hinter Sebastians Kopf liegt die Weilheimer Hütte. Auf dem rechten Bild ist nochmal meinereiner, allerdings mit Blick in Richtung Zugspitze. Im Vordergrund der Hohe Fricken und der Wank.

Querung des Karecks, Blick in Richtung Zugpsitze Querung des Karecks, Blick in Richtung Weilheimer Hütte
Zurück am Sattel ging es weiter den Weg zur Weilheimer Hütte. Man bleibt ungefähr auf gleicher Höhe und quert südlich das Kareck. Links der Blick zurück zum Sattel, zum Hohen Fricken und zur Zugspitze, rechts der Weg zur Hütte und der Krotten Kopf.

Weg von der Weilheimer Hütte auf den Krottenkopf
Von der Weilheimer Hütte (welche allerdings noch geschlossen war) sind es etwa noch 15 Minuten bis zum Krotten Kopf.

Lars auf dem Gipfel des Krottenkopfes Uli und meinereiner auf dem Krotten Kopf Karwendelblick vom Krotten Kopf
Der Gipfel des Krotten Kopfes (2086m) "überragt" alle anderen Berge im Estergebirge um ein paar Meter und bietet am Gipfel selber wohl den "meisten Platz" *g*. Ganz links ist mal unser Fotograf Lars zu sehen. In der Mitte sind Uli und meinereiner sowie im Hintergrund wieder die Zugspitze. Und ganz rechts der herrliche Karwendelblick, davon gibt es auch ein gezoomtes Bild (54kB). Wieder einmal vielen Dank an Werner Epp für die Beschreibung der einzelnen Gipfelnamen in den großen Karwendelbildern!

Abstieg vom Krotten Kopf, Weilheimer Hütte und Oberer Rißkopf
Nach einer ausgiebigen Rast ging es dann wieder zurück zur Weilheimer Hütte (Bildmitte, rechts). Da der Obere Rißkopf nun auch recht nah schien, entschieden wir uns auch ihn noch schnell zu "besteigen" und somit ein paar 2000er zu sammeln *g*.

Gruppenbild auf dem Oberen Rißkopf, dahinter der Krottenkopf Lars kommt gerade die Nordwand hoch Übergang zum Kareck
Der Gipfel des Oberen Rißkopfes (2049m) war somit auch recht fix erreicht. Links der Blick hinüber zum Krotten Kopf und dahinter das Karwendel. Lars schaute sich noch kurz in der Nordwand um, danach ging es auch schon weiter (Mitte).
Sebastian und ich gingen zunächst noch weiter in Richtung Kareck, entschieden uns dann aber doch über ein kleines Schneefeld wieder zurück zum normalen Weg hinunter zu rutschen (rechtes Bild). Lars und Uli sind allerdings wieder über die Weilheimer Hütte gegangen.

Letzte Rast beim Abstieg an dr Schafalpe
Der weitere Abstieg war der gleiche Weg wie unser Aufstieg, da wir ja wieder zurück nach Oberau mußten. Er zog sich besonders im letzten Stück ziemlich in der Länge, da nun bei uns allen langsam die Kräfte nachließen. An der Schafalpe am Oberauer Steig, welche wir auch schon beim Aufstieg passiert hatten, legten wir eine letzte Rast ein. Hier entdeckte Lars auch, dass die Sohlen seiner Schuhe eingerissen waren und dies wohl der Grund für seine nassen Füsse war... ;-)

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Fazit

Nach etwa sieben Monaten ging es also endlich wieder in die Berge! :-) Durch diesem Bonus und das prima Wetter war es dementsprechend natürlich ein schöne Tour gewesen. Eigentlich ideal zum Eingehen, wenn man nach einem langen Winter eingerostet ist. Die Ausssichten ins Wetterstein und ins Karwendel sind grandios, auch wenn man wie wir noch ziemlich gar keinen Gipfel (die Zugspitze vielleicht mal ausgenommen) zuordnen konnten.
Die Gehzeit war allerdings schon relativ "knackig" gewesen. Wir sind etwa 8:00 Uhr bei Oberau gestartet und waren vielleicht 17:00 Uhr wieder am Auto. Auch wäre es mit Sicherheit angenehmer gewesen, wenn wir vom Krotten Kopf über den Hohen Kisten nach Eschenlohe abgestiegen und dort beispielsweise mit dem Zug zurück nach München gefahren wären. Zeitlich und von der Entfernung müßte es in etwa auf das gleiche hinauslaufen, nur braucht man so den gleichen Aufstieg nicht wieder zurück.
Nichts desto trotz: als Wandertour ohne wirklich schwierige Parts sehr empfehlenswert!

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