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Heimgarten (1790m)

Bayrische Voralpen, 14.10.2001

   

Vorgeschichte

Der 14.10.01 war einer der letzten Tage bevor ich mit dem Schreiben meiner Diplomarbeit in München begann. Die Zeit der Wohnungssuche verbrate ich bei meinem Freund Michael. An einem Sonntag wollten wir das schöne herbstliche Wetter doch noch einmal nutzen und eine kleine, einfache Wanderung unternehmen.

Überblick

Schwierigkeitsbewertung: einfache Wanderung

  • Fahrt von München nach Ohlstadt
  • Aufstieg über Weg 442 zum Buchrain (1456m)
  • Weiterweg über das Raueck (1590m) zum Heimgarten (1790m)
  • kurze Begehung des Grates zwischen Heimgarten und Herzogstand
  • Abstieg zur Käser Alpe und weiter nach Ohlstadt

Eindrücke

Das Finden eines Parkplatzes in Ohlstadt gestaltete sich ein wenig kompliziert, da wir in dem schönen Städtchen etwas die Orientierung verloren. Schließlich standen wir mit vielen anderen Autos auf einem "Ausfallweg" in Richtung Süden.

Blick vom Buchrain nach Ohlstadt
Der erste Anstieg im Wald auf einer Forststraße war gleich etwas steiler und wir kamen sofort ins Schwitzen. Nachdem sich der Weg gen Osten windet wurde es wieder etwas gemäßigter, teilweise läuft man hier auf kleinen "Steinstraßen". Bei einer Lichtung (beschildert) windet sich der Weg durch weiteren Wald wieder gen Norden und man steigt zum "Grat" auf den Buchrain (1456m) auf. Hier machten wir unser erstes Päuschen und genossen den ersten schlnen Blick hinunter nach Ohlstadt (siehe Bild).

Weg vom Buchrain über Rauheck zum Heimgarten Blick vom Rauheck zum Kochelsee, Jochberg und Benediktenwand
Der Weiterweg zum Heimgarten führt nun ständig leicht ansteigend auf einem sehr breiten Grat über das Rauheck entlang (linkes Bild, im Hintergrund der Heimgarten). Irgendwie hatte ich mich mit den Entfernungen doch etwas verschätzt und bin das ganze bisher zu schnell angegangen, so dass ich recht schnell aus der Puste war - obwohl wie gesagt kein Schwierigkeiten am Weg sind. In etwa der Höhe des Rauchecks (1590m) legten wir eine weitere Pause ein und konnten von hier bereits den Kochelsee bestaunen (rechtes Bild).

Michael am überfüllten Gipfel des Heimgartens
Der Anstieg zum Gipfel des Heimgartens (1790m) wurde kurz wieder etwas steiler und die heraustretende Sonne tat ihr übriges uns erneut zu schlauchen. ;-) Am Gipfel erlebten wir unser blaues Wunder: Massen über Massen an Leuten! An der Heimgarten Hütte wollten wir uns ein kühles großes Radler genehmigen: beim Anblick der Schlange vor der Ausschank verzichteten wir jedoch (und das will was heißen! *g*). Auf dem Bild ist unten links der Walchensee zu erkennen.

Blick vom Heimgarten auf den Grat zum Herzogstand Blick vom Heimgarten zu Raueck und Buchrain
Der Ausblick am Gipfel war dennoch nicht schlecht, obwohl es sehr diesig war. Der Grat zum Herzogstand (linkes Bild) sah einfach wahnsinnig toll aus und stellt als Rundwanderung mit Sicherheit die schönste Bergfahrt dar. Auf dem rechten Bild ist unser Aufstiegsweg vom Raueck sowie Ohlstadt zu sehen.

Michael an der Käser Alpe
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit (es war bereits früher Nachmittag) und der Menschenmassen entschlossen wir uns nur einen Teil des Grates zu gehen und über die Käser Alpe (siehe Bild) wieder nach Ohlstadt abzusteigen. Der Abstieg vom Grat hat ein paar steilere Stellen, ist aber ansonsten gut zu gehen.

Wieder im Wald Richtung Ohlstadt zog sich der Weg dann schließlich etwas in die Länge und wir fanden ebenfalls unseren Parkplatz wieder nur schlecht wieder.

Fazit

Der Heimgarten ist mit Sicherheit ein sehr schönes Ausflugsziel, bei schönem Wetter sollte man sich jedoch auf extrem viel Betrieb einstellen. Bergeinsamkeit ist ein Fremdwort, die Seilbahn zum Herzogstand tut ihr übriges dazu. Der Grat hat mich jedoch faziniert und seit unserer Wanderung möchte ich ihn einmal gehen. Ein erster Versuch im Februar 2002 (=wenig Leute) schlug aufgrund Neuschnee jedoch fehl. Aber es wird schon irgendwann klappen! :-)

Infos

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