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Boofen am Hinteren Raubschloß

mit Michael (OL), Pierre und Ingo

Sächsische Schweiz, 31.03/01.04.2001

   

Vorgeschichte

Wie bereits geschrieben fragte mich schon Anfang des Jahres der "OL-Micha" ;), ob ich denn nicht einmal Lust hätte mit ihm und evt ein paar Kumpels in der Sächsischen Schweiz boofen zu gehen. Sowas hatte ich bis dato noch nie gemacht, ja ich glaube selbst anderswo hatte ich noch nie "draußen" übernachtet - beim Bund war ich nicht gewesen. Mit Micha war ich irgendwann 1999 schon einmal für einen Tag in der Sächsischen Schweiz wandern gewesen und das hatte mir landschaftlich auch schon sehr gefallen. Tjo, so hatte sich das ergeben.
Von den Ilmenauern hatte dann doch niemand Zeit gefunden, so machte ich mich dann "alleine" auf nach Dresden. Pierre und Ingo sind ein paar Bekannte von Micha.

Boofen: So bezeichnet man das Übernachten unter freien Himmel, lediglich Felsvorsprünge bieten Schutz vor Wind und Wetter. Soweit ich mittlerweile weiß, war und ist dies wohl unter Kletteren in der Sächsischen Schweiz recht beliebt, da man so natürlich recht früh und auch lange unterwegs sein kann.

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Überblick

An den genauen Weg kann ich mich nicht mehr erinnern. Das liegt vor allem daran, dass zum einen eher Ingo, Pierre und Micha sich um die Tour gekümmert haben (sie hatten sowas schon öfters unternommen) und ich zum anderen auch noch gar keine Karte hatte. Mittlerweile habe ich mir eine besorgt und das ganze sehr grob rückverfolgt.

  • Tag 1
  • Ausgangpunkt Schmilka
  • Richtung Großer Wintersberg
  • Richtung Thorwalder Wände
  • Hinterhermsdorf
  • Großes Polshorn
  • Zeughaus
  • Hinteres Raubschloß (Boofe)
  • Tag 2
  • Richtung Schrammsteinweg
  • Bahnhof Bad Schandau

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Eindrücke

Eine "richtige Tourenbeschreibung" soll das hier natürlich nicht werden. Ich denke einige für sich sprechende Bilder mit ein paar Beschreibungen und Eindrücken sind ausreichend. ;-)

Biwaksack testen
Am Abend vorher baute ich mir noch aus Mülltüten und Tape (das einzig Wahre! ;) einen Behelfs-Biwaksack zusammen, der natürlich auch getestet werden mußte. Ich hoffte allerdings, dass er nicht wirklich zum Einsatz kommen wird...

Im Wald nahe
Der Tag startete recht bewölkt und regnerisch, wurde aber zunehmend immer besser. Wir drehten eine Runde quer durch die Hintere Sächsische Schweiz - ich kann gar nicht mehr genau sagen, wo es nun eigentlich lang gegangen ist. Von Schmilka aus liefen wir bis nach Hinterhermsdorf und dann zur Boofe am Hinteren Raubschloß. Rechts auf dem Bild sind wir auf dem Großen Polshorn (jeweils von links nach rechts: Micha, Pierre, Ingo).

Aufstieg zum Hinteren Raubschloß Aufstieg zum Hinteren Raubschloß
Der Aufstieg zum Hinteren Raubschloß hält wie viele andere Wege zu den "Gipfeln" der Sächsischen Schweiz auch eine paar kleine interessante Überraschungen bereit. Neben einer ca. 5m luftigen hohen Leiter gibt es auch sehr enge Spalten und kurze (unschwierige) Klettereien.

Sonnenuntergang Sonnenuntergang Lagerfeuer bei unserer Boofe
Der Sonnenuntergang auf dem Hinteren Raubschloß war wunderschön gewesen! Danach gab es am Lagerfeuer noch Bratwurst, Knüppelteig sowie Käse und Wein. Ingo hatte bereits den ganzen Tag seine Gitarre mitgeschleppt, aber nun am Lagerfeuer zahlte sich das aus. Selbst mir hat das sehr gefallen... :-)

Unsere Boofe am nächsten Morgen Unsere Boofe am nächsten Morgen Micha und Pierre dösen noch in den Schlafsäcke
Unsere Boofe am nächsten Morgen. Die Nacht war zumindest für mich ziemlich frisch geworden. Vor allem vom Boden her war es kalt, da ich zu diesem Zeitpunkt nur eine normale Isomatte hatte. Das Gefühl aber mitten in der Natur aufzuwachen, einen wunderbaren Ausblick zu haben... kein Autolärm etc... einfach super!

Ingo's Boofe Lagerfeuer am Morgen Blick vom Schrammsteinweg in Richtung Süden
Ingo hatte ein paar Meter höher in einer Extra-Boofe geschlafen, wir anderen wollten aber nach dem Wein nicht noch mit Sack & Pack dort hochklettern (ich würde mal sagen ca. II!). Zum Frühstück gab es die "Rester" vom Abend und Tee. Nach dem gewissenhaften Aufräumen und der Mitnahme sämtlichen Mülls ging es über den Schrammsteinweg zum Bahnhof von Bad Schandau.

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Fazit

Also mir hat dieser Ausflug sehr gefallen... so gut, dass ich seitdem schon wieder 2x in der Sächsischen Schweiz zum Boofen war (* zum Boofen mit Micha und Uli gibt es ebenfalls einen kleinen Bericht). Was mich mit am meisten an der ganze Sache begeistert hat: dieses Naturerlebnis "mitten" in Deutschland! Ich war mir bis dato nicht bewußt gewesen, dass sowas überhaupt möglich ist! Gut, nach ca. 2 Tagen hat man den Großteil schon durchlaufen und bei schönem Wetter wird man auf den Wegen und bekannten Aussichtspunkten alles andere als alleine sein - aber die Gegend bleibt trotzdem großartig und das Lagerfeuer- und "Outdoorfeeling" wird dadurch auch nicht "schlechter"!

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Infos

  • * Homepage Sächsische Schweiz
  • von Dresden Hbf fahren ca. alle Stunde Züge in Richtung Sächsische Schweiz, rückwärtig schaut es ähnlich gut aus
  • von Dresden Hbf bis nach Schmilka fährt man etwa 1 Stunde
  • die Elbe kann jeweils in Nähe der Bahnhöfe mittels Fähren gequert werden, ca. 1 DM pro Person
  • Karte: Ralf Böhms "Große Karte der Sächsischen Schweiz", 1:30.000
  • Boofen ist in der Sächsichen Schweiz außerhalb der Kernzone offiziell erlaubt (siehe dazu die Homepage oben!)

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