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Boofen am Hinteren Raubschloß

mit Micha und Uli

Sächsische Schweiz, 05/06.05.2001

   

Vorgeschichte

Vom meinem * ersten Geboofe mit Micha, Piere und Ingo sehr begeistert, berichtete ich natürlich den Ilmis von dieser tollen Sache. Micha und Uli wollten wenn ich mich recht erinnere schon beim letzten Mal mitkommen, allerdings kam ihnen irgendetwas dazwischen. Nunja, also mußte das entsprechend nachgeholt werden! ;-) Micha (OL) hatte kurzfristig leider Zeit gefunden und somit waren wir diesmal nur zu dritt.

Boofen: So bezeichnet man das Übernachten unter freien Himmel, lediglich Felsvorsprünge bieten Schutz vor Wind und Wetter. Soweit ich mittlerweile weiß, war und ist dies wohl unter Kletteren in der Sächsischen Schweiz recht beliebt, da man so natürlich recht früh und auch lange unterwegs sein kann.

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Überblick

Tja, diesmal schaut es mit der Wegbeschreibung schon etwas besser aus, allerdings ist es am zweiten Tag trotzdem nur recht grob. ;-) Richtig schlimm verlaufen wird man sich in der Sächsischen Schweiz wohl aber nicht.

  • Tag 1
  • Ausgangpunkt Schmilka
  • über den Erlsgrund und die Winterbergstraße zur Kipphornaussicht
  • Rast an der Gaststätte am Großen Winterberg
  • über den Fremdenweg zum Kuhstall
  • Haussteig, Quenenwiesen, Hinteres Raubschloß
  • Hinteres Raubschloß (Boofe)
  • Tag 2
  • Richtung Schrammsteinweg
  • Schrammsteine, Lattergrund
  • Bahnhof Bad Schandau

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Eindrücke

Eine "richtige Tourenbeschreibung" soll das hier natürlich nicht werden. Ich denke einige für sich sprechende Bilder mit ein paar Beschreibungen und Eindrücken sind ausreichend.

Uli und Micha an der Kipphornaussicht Rast am Weg zum Kleinen Winterberg
Auch diesmal sah das Wetter wieder nicht besonders gut aus und die Fernsicht konnte man nicht wirklich als prima bezeichnen, aber es war ok. Auf dem linken Bild erreichten wir nach einem ersten Anstieg die Kipphornaussicht bei Schmilka, auf dem rechten machen wir gerade Rast auf dem Weg zum Kleinen Winterstein.

Himmelsleiter beim Kuhstall Leiter beim Hinteren Raubschloß
Beim sogenannten Kuhstall überkam uns ein kurzer Regenschauer, aber wir ließen es uns dennoch nicht nehmen die dortige Himmelsleiter (ich glaube sie hieß so) zu erklimmen. Sie geht quer durch den Felsen, es kann nur eine Person entlang und wie zu sehen ist es mehr als eng. Auf dem rechten Bild sind wir dann aber schon wieder am Hinteren Raubschloß. Eigentlich hätten wir ja eine andere Boofe suchen können, allerdings wollten wir bei diesem unsicheren Wetter lieber auf Nummer sicher gehen - die Boofe am Hinteren Raubschloß kannte ich ja nun schon und sie gibt einen guten Schutz gegen das Wetter.

auf dem Hinteren Raubschloß Abends beim Lagerfeuer Sonnenuntergang
Oben auf dem Hinteren Raubschloß existiert auch noch ein Unterschlupf, allerdings ist er nicht besonders sauber (links). Abends am Lagerfeuer gab es wieder Bratwürste und Wein aus mitgebrachten Plastikflaschen - dem Gewicht zuliebe. Ich hatte zwar auch nach OL-Michaels Rezept Knüppelteig gemacht, allerdings irgendwie doch nicht richtig - er war zu flüssig und hielt nicht am Stock. Recht spät riß es sogar nochmals auf und es gab einen wunderbaren Sonnenuntergang - leider erlebten wir ihn nicht auf dem "Gipfel" bzw. wir hatten keine Lust nochmal hoch zu gehen. ;-)

am Schrammsteinweg Micha beim Carolafelsen (?) am Schrammsteinweg
Am nächsten Tag ging es teilweise wieder auf dem schönen Schrammsteinweg zurück in Richtung Bad Schandau. Das Wetter war besser geworden und wir trafen viele Tageswanderer, welche uns oft ziemlich eigenartig betrachteten - kein Wunder, schließlich sahen wir in der "vollen Montur" mit Riesenrucksack und Wanderschuhen recht "overdressed" aus und nach Lagerfeuer rochen wir mit Sicherheit auch recht stark.

Aussicht von den Schrammsteinen Meinereiner beim Bier
Im Gegensatz zum letzten Mal gingen wir diesmal bis vor zur Schrammsteinaussicht. Bei dem roten Kreis entdeckte Uli dann einen Kletterer... Über den Lattengrund ging es danach zu einer Fahrstraße, in deren Nähe ein kleines Restaurant/Cafê war. Dort gab es erstmal ein lecker Bierchen!

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Fazit

Auch diesmal waren es wieder ein paar schöne zwei Tage! Wir liefen zwar nur einen Bruchteil der Strecke vom * letzten Mal, allerdings machte diese Gemütlichkeit genauso viel Freude. Und ehrlich gesagt: das schönste war wieder das Boofen an sich. Auch Micha und Uli hatte es sehr gut gefallen, obwohl Uli nach eigenen Aussagen in der Nacht ziemlich gefroren hat - aber das lag am Schlafsack. Dazu übrigens ein imho recht cooler Tipp (Pierre hatte das beim letzten Mal so gemacht): falls der eigene Schlafsack nicht warm genug sein sollte aber ein wärmerer evt. zu teuer ist, dann hilft vielleicht ein zweiter 08/15-Schlafsack von Aldi & Co. Die gibt es teilweise schon ab 30,- DM und wenn genug Platz im Rucksack ist, dann ist dies eine recht preisgünstige Lösung es trotzdem schön warm zu haben!

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Infos

  • * Homepage Sächsische Schweiz
  • von Dresden Hbf fahren ca. alle Stunde Züge in Richtung Sächsische Schweiz, rückwärtig schaut es ähnlich gut aus
  • von Dresden Hbf bis nach Schmilka fährt man etwa 1 Stunde
  • die Elbe kann jeweils in Nähe der Bahnhöfe mittels Fähren gequert werden, ca. 1 DM pro Person
  • Karte: Ralf Böhms "Große Karte der Sächsischen Schweiz", 1:30.000
  • Boofen ist in der Sächsichen Schweiz außerhalb der Kernzone offiziell erlaubt (siehe dazu die Homepage oben!)

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