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Vorgeschichte
Überblick Eindrücke Fazit |
Zwieselbacher RoßkogelStubai, 21.05.2009 |
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Vorgeschichte
Wie bereits zwei Jahre zuvor, war ich für ein paar Tage auf dem
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Überblick
Schwierigkeitsbewertung: Bergtour
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EindrückeNach einem Biwak auf dem Parkplatz in Niederthai (~1500m) ging es auf der breiten Forststraße in Ruhe hinauf bis zur Schweinfurter Hütte. Hier tummeln sich im Sommer bestimmt die Mountainbiker, es ist ein nette Strecke, nie besonders steil, gut ausgebaut. Auf dem Weg gab es noch einige interessante Reste von Lawinenabgängen zu bestaunen. Nach ca. 1,5h erreichte ich die Schweinfurter Hütte (2028m).
Nach einer kurzen Frühstückspause ging es weiter zur Zwieselbacher Sennhütte. Kurz hinter der Sennhütte kommt
ein Wegweiser, hier geht es links bergauf zum Zwieselbacher Roßkogel. Zunächst steiler über Grashänge,
danach auch kurze flachere Passagen am Hang entlang.
Nach dieser Stelle habe ich zwar keine weiteren Markierungen mehr gesehen, aber hier wurden die Restschneefelder zahlreicher. Markierungen hätten durchaus unter dem Schnee sein können. Der Blick hinauf ins Kar sah für mich logisch aus. Das Gelände war flacher, hier hätten durchaus die Markierungen auch weit auseinander liegen können.
Auch als der Abschluß des Kars komplett sichtbar wurde, sah es nicht vollkommen falsch aus.
Ich bekam zwar erste Zweifel, aber für eine Umkehr wollte ich mich noch nicht entschließen. Von hier wieder zum richtig Weg abzusteigen - darauf hatte ich keine Lust. So richtig fit war ich dieses Jahr noch nicht. Dieser Abstieg hätte wahrscheinlich ein Abstieg zurück ins Tal bedeutet. Somit beschloss ich am Ende des falschen Kars einen Übergang ins Fidaskar zu suchen. Eine schneegefüllte Rinne sah - zumindest von weiter unten - irgendwie möglich aus. Bis zur Rinne konnte man über steilen Schotter gut aufsteigen und vor der Rinne sah es immer noch machbar aus. Tatsächlich kann man links des Schnees in der Rinne (rechtes Bild) gut hinaufklettern. Zwar etwas brüchig aber maximal I. Viel weiter / länger als auf dem Bild sichtbar geht die Rinne auch nicht. Mittlerweile war es aber breits beinahe 11 Uhr...
Nach dem Ausstieg aus der Rinne zeigte sich mein Fehler: ich war komplett im falschen Kar aufgestiegen. Gegenüber war bereits das Gipfelkreuz zu sehen. Auch der Anstieg durch das Fidaskar hoch bis zur Scharte (Bild unten, roter Pfeil), dann von Norden hinauf zum Gipfel.
Allerdings musste ich erst einmal hinab ins Fidaskar gelangen. Dies war im weichen Schnee möglich,
ich war jedoch mehr als froh, dass ich meinen Pickel dabei hatte. Stellenweise war es sehr steil. Ich bin
mir nicht sicher, ob dieser Abstieg im Sommer so gut möglich wäre. Zumindest wahrscheinlich nicht so, wie
ich gegangen bin. Ich habe mich immer recht weit links an den Felsen gehalten, um später nicht zu viel
Höhe zum Normalweg zu verlieren.
Unten fand ich recht schnell wieder die Markieungen vom Normalweg. Dieser schlängelte sich nun am Karende immer steiler werdend hinauf zu einer Scharte. Von dort aus war der Gipfelbereich einsehbar. Den Gipfel des Zwieselbacher Roßkogels erreichte ich erst kurz nach 13 Uhr - also viel später als es eigentlich hätte dauern dürfen. Mein Verhauer kostete einige zusätzliche Höhenmeter und öfteres Nachschauen auf der Karte. Und ich war noch nicht so richtig fit. Das Gehen und Einsinken im Schnee war anstrengend, die Höhe machte sich ebenfalls bemerkbar.
Leider hat das Wetter nicht besonders gut gehalten. Am Gipfel war es kalt und windig, so dass ich mich relativ schnell wieder an den Abstieg machte. Mir graute es sehr vor der langen geschlossenen Schneedecke im Fidaskar, da ich nun um diese Zeit mit einer überaus weichen Schneedecke rechnete. Allerdings war es (Gott sei Dank) überall so steil, dass man entweder abfahren oder prima ablaufen konnte. Das starke Einsinken war so (wie üblich) kein Problem mehr. Nach nicht einmal einer Stunde war wieder ich wieder 1000m tiefer an der Schweinfurter Hütte. |
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Fazit
Im Nachhinein zwar trotzdem eine sehr schöne Tour, allerdings sind solche Verhauer immer etwas
ärgerlich. Der Übergang durch die Rinne und der zusätzliche Abstieg in das Fidaskar hätten ebensogut
nicht möglich sein können. Außerdem krazt es natürlich am Ego, wenn man sich bei solchen Touren
so komplett versteigt. ;-)
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