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Vorgeschichte
Überblick Tag 5: Küchlspitz Fazit |
KüchlspitzVerwall 2006, 15-20.07.2006 |
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Vorgeschichte
Bevor es in diesem Jahr (2006) wieder ins
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Überblick
Schwierigkeitsbewertung: Felstouren, oft im weglosen Gelände, Kletterstellen bis II
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Tag 5: Küchlspitz
Ursprünglich hatten wir uns als Höhepunkt der Tour die Kuchenspitze als Ziel gesetzt. Auf Nachfrage beim
Hüttenwirt wurde jedoch schnell klar, dass dies nicht möglich ist - dem Klimawandel sei Dank. Der Große
Küchlferner und der Kleiner Kuchaferner, welche beide beim Normalanstieg gequert werden müssten, waren
in diesem Jahr stark zurück gegangen, so dass beim Übergang in den Fels nur noch ca. 5-10m glatte Felswände
zurückgeblieben sind. Hier hätten wir mit Schwierigkeiten im III-IV Grad rechnen müssen. Das zusammen mit der
Länge der Tour hieß: für uns zu schwierig, anderes Ziel suchen, Küchlspitz, Westgrat. Wir starteten gegen 7:15 Uhr. Den anfänglichen Weg kannten wir bereits von den Touren der vorherigen Tage. Den beschilderten Abzweig zum Rautejoch, über welches man weiter zur Friedrichshafener Hütte oder zur Neuen Heilbronner Hütte gelangt, erreicht man nach kurzer Zeit. Auf gut markiertem Weg und Blockwerk stiegen wir gemütlich gegen dem vom Rautejoch kommenden Ferner entgegen.
Den eigentlichen Anstieg über den Westgrat hatten wir bereits die Tage vorher gut überblicken können:
Das heißt, man geht zunächst weiter gerade aus entlang der Moräne auf die Küchlspitz zu. Wichtig ist, dass man sich insgesamt linker Hand des markanten Felssporns hält (auf der AV-Karte als P.2778 eingezeichnet) und nicht auf den Großen Küchl Ferner kommt. Ist aber bei guter Sicht nicht zu verfehlen und entspricht dem ganz normalen Weg zum Rautejoch. Während der Weg zum Raute Joch nun eher einen schönen Bogen nach links / Süden / Südosten über das Firnfeld macht, hielten wir direkt auf den Westgrat zu. Auf dem folgenden Bild kann man es gut erkennen: direkt über den zwei Wanderen geht man vom Firn über in die Felsflanke. Dort war es bereits am Morgen etwas feucht und glitschig. Danach weiter auf das obere Firnfeld zuhalten. Hinter dem von links herunterziehenden Felswulst (im Schatten) hielten wir uns links und stiegen am äußersten linken Rand des Firnfeldes weiter empor, bis es schließlich im Fels einfacher weiter ging. Von dort aus rechts halten und die möglichst beste Route hinauf auf den Grat. Das Gelände war oberhalb des Firnfeldes überaus brüchig.
Der Aufstieg am Firnfeld war nicht allzu steil. Trotzdem legten wir nach gut der Hälfte die Steigeisen an, da nach oben hin die Firnauflage auf dem Eis nur mehr 5-10cm dick war. Der aufmerksame Betrachter wird auf beiden folgenden Bildern unsere Nachlässigkeit erkennen: wir ließen die Handschuhe im Rucksack. Zumindest mir sollte dieser Fehler (später im Abstieg) eine Lehre werden... nachher dazu mehr. :-)
Die letzten Meter hinauf zum Westgrat waren, wie schon geschrieben, ziemlich brüchig. Viel steiler Schotter, maximal I - wenn überhaupt. An unseren genauen Weg kann ich mich mittlerweile nicht mehr erinnern. Der Grat ist in Sichtweite und man sollte am besten nach seinen eigenen Vorlieben hinaufsteigen. Wir erreichten den Westgrat gegen 8:45 Uhr und dieser war nun gut zu gehen und zu klettern. Gehgelände wechselte sich mit kurzen Ier und hier und da IIer Stellen ab, meist im groben Blockwerk. In regelmäßigen Abständen konnten wir Steinmandl entdecken.
Ingesamt kann gibt es am Westgrat (zumindest von dem Punkt an, an welchem wir einstiegen), zwei etwas längere und
steilere IIer Stellen. Die Routenführung war jedoch klar, Griffe und Tritte gab es. Wir fanden bei beiden Stellen
oben jeweils einen Hacken.
Gegen 11 Uhr erreichten wir schließlich den Gipfel der Küchlspitz, 3147m. Das Wetter war, wie die ganzen Tage zuvor auch, richtig gut und auch nicht zu diesig. Die Einträge im Gipfelbuch bestätigten nun unsere Vorahnung, dass dieser Gipfel nicht allzuoft besucht wird. Die Einweihung des Kreuzes fand 1990 satt, ganze 16 Jahre zurück und das Gipfelbuch war nur zu 1/3 gefüllt.
Eine witzige Sache am Rande: Nach uns kam noch eine andere "Seilschaft" am Gipfel an... und es war bereits ein Einzelgänger vor uns oben. Dieser Einzelgänger muss wohl eine Art Gemse in Menschengestalt gewesen sein. :-) Lässig mit Jeans und halboffener Jacke unterwegs hatte er anscheinend nur eine Fotoausrüstung dabei. Diese trug er in einer Tasche über einer (!) Schulter. Normalerweise könnte man denken, dass so einer eigentlich nicht auf solch einen Berg gehört. In diesem Fall muss es aber ein absoluter Naturbursche gewesen sein. Wie sich dieser Mensch im Fels bewegen konnte war einfach Wahnsinn! Er turnte mit einer absoluten Leichtigkeit über das Gelände, hielt sich an ausgesetzten Stellen nur mit einer Hand fest wo andere wohlmöglich sichern würden und war nach kurzer Zeit irgendwo in einer Flanke verschwunden - nicht aber über unseren Aufstiegsweg! Gewiß ist er einen anderen, um einiges schwierigeren Weg abgestiegen. Nach ausgiebiger Pause ging es an den Abstieg, es war bis zur Hütte der identische Weg. An den zwei "längeren" IIer Stellen beschlossen wir abzuseilen. Unbedingt notwendig wäre es nicht gewesen, allerdings war es halt angenehmer sich in Ruhe abzulassen. Zudem hatten wir das Seil eh dabei und etwas Übung schadet ja nicht.
Als wir nach der schönen Kletterei wieder in den Schotterhaufen unterhalb des Grates mussten wurde es nochmal
kurz unangenehm. Oder ich muss besser schreiben: "nervig". Zu diesem Zeitpunkt waren wir den 5. Tag in Folge
unterwegs, ich hatte einfach keine Lust mehr auf Schotter und ständig aufpassen. Dies war der Grund, das ich
wieder auf das Firnfeld qurte. Stefan umging es...
Im folgenden nun die Geschichte mit den Handschuhen:
Die
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Fazit
Eigentlich habe ich bisher in keinem Fazit geschrieben, dass es sich nicht gelohnt hat. ;-) Bei dieser Tour wird
sich das nicht ändern. Aber warum genau?
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